Heilbronn
Lesezeichen setzen Merken

Beim Stimme-Firmenlauf in Heilbronn gibt es nur Gewinner

Glückliche Gesichter auf der Zielgeraden unterhalb der Tribüne des Frankstadions hat es am Donnerstagabend reichlich gegeben. Der Stimme-Firmenlauf hat auch nach der coronabedingten Zwangspause von zwei Jahren nichts von seiner Anziehungskraft verloren.

Wolfgang Müller
  |    | 
Lesezeit 2 Min
Laufen einfach aus Spaß an der Freud", lautete das Motto in Heilbronn.
Massenstart kurz nach 19 Uhr. Mehr als 6000 Läufer haben sich beim Stimme-Firmenlauf auf die rund 5,7 Kilometer lange Rundstrecke durch die Heilbronner Innenstadt begeben.  Foto: Veigel, Andreas

Zwar waren diesmal deutlich weniger Läufer am Start als noch vor drei Jahren. Mit 6050 Teilnehmern ist Organisator Stefan Hamann trotz mehr als 7000 Anmeldungen hochzufrieden. Corona hat die Segel längst noch nicht gestrichen. So musste allein deshalb der eine oder andere gemeldete Läufer daheim bleiben. Etwa im Team von Berthold Rogge und Martin Kossira, die als "Lost Magnificos" für Bosch an den Start gingen. "Eigentlich wären wir zu viert. Wir haben aber kurzfristig zwei Ausfälle", sagte Rogge.

 

Stimme-Firmenlauf 2022 in Heilbronn | Heilbronn | 108 Bilder | Fotograf: Andreas Veigel, Ralf Seidel

Tausende Läufer in der Innenstadt

Der eine oder andere Passant mag sich verwundert die Augen gerieben haben, als Tausende Läufer das Bild in der Innenstadt beherrschten. Damit der Pulk nicht zu groß wird, wurden die Läufer in Blöcken auf die Strecke geschickt.

Der Erste muss nicht der Schnellste sein

Laufen einfach aus Spaß an der Freud", lautete das Motto in Heilbronn.
Die Fans am Streckenrand feuerten ihre Läufer kräftig an. Organisator Stefan Hamann schätzt die Zahl der Zuschauer auf bis zu 6000.  Foto: Seidel, Ralf

Die Zeiterfassung startete mit dem Überschreiten der Startlinie. Es musste also am Ende nicht der Erste auch der Schnellste gewesen sein. "Um Zeiten geht es bei dem Lauf aber gar nicht", sagte Hamann. Der Teamgedanke und der Spaß stünden hier traditionell im Vordergrund. So auch bei Oberbürgermeister Harry Mergel, der den Lauf zwar für sein Aufbautraining nutzte. "Vor allem bin ich aber aus Spaß an der Freude dabei", sagte das Stadtoberhaupt.

Fabian Rekitzky aus Heilbronn musste sich nach seinem Lauf erstmal auf der Tartanbahn im Stadionrund ausruhen. "Ich war nicht so schnell unterwegs", sagte er außer Atem. Mit 22 Minuten und 48 Sekunden hatte er sein Ziel um 18 Sekunden verfehlt. "Es war sehr warm. Enttäuscht bin ich aber nicht", sagte der 22-Jährige.

Party hinter der Tribüne

Nach dem Lauf waren Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen zur After-Run-Party eingeladen, die in der HEP-Area hinter der Haupttribüne des Frankenstadions stieg. Auf der Bühne sorgte der DJ für gute Stimmung, auf der Tanzfläche konnten die Sportler endgültig das Letzte aus sich herausholen. Cheforganisator Stefan Hamann schätzt die Zahl der Feiernden auf rund 4000.

An Verpflegung hat es nicht gefehlt. Mehrere Foodtrucks sorgten für eine reiche Auswahl. Die Palette reichte von Steak und Hamburger über Maiskolben und Burritos bis zum Eis. Vor der Bühne standen Tische und Bierbänke, an denen die Leute zum Kennenlernen, Plaudern und Genießen eingeladen waren.

Splitter rund um den Startschuss

Laufen einfach aus Spaß an der Freud", lautete das Motto in Heilbronn.
Massenauflauf im Frankenstadion. Im Ziel gab es bei den Läufern viele rote, aber auch viele glückliche Gesichter.  Foto: Veigel, Andreas

Vor dem Start zum zwölften Stimme-Firmenlauf ist ein alter Kalauer wieder auferstanden. Oberbürgermeister Harry Mergel solle endlich mal die Klappe halten, das machte vor der Erwin-Fuchs-Brücke hartnäckig die Runde. Das Stadtoberhaupt war nämlich für den Startschuss eingeteilt. Ins Rennen schickte er die Läufer aber nicht mit einer Schreckschusspistole, sondern mit einer Startklappe aus Holz und Plastik. "Der Witz ist gut", sagte Mergel. Sein Startgerät mache dagegen einen traurigen Eindruck.

Pünktlich um 19 Uhr sollte der Lauf beginnen. Es wurde etwa eine viertel Stunde später. Grund waren Falschparker, die ihr Auto auf der abgesperrten Strecke abgestellt hatten. Die Polizei konnte das Problem schnell beheben, so dass sich die gut 6000 Starter nicht allzu lange die Beine in den Bauch stehen mussten.

Tausende haben sich vor dem Startschuss auf Betriebstemperatur gebracht. Die einen mit Dehnübungen und leichtem Trab, anderen war eher nach einem Bierchen in der HEP-Area zumute.

 

Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

 
Kommentar hinzufügen
Kommentar hinzufügen
Kommentare werden geladen
  Nach oben