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Heilbronner Fritz-Ulrich-Schule bekommt Schulhof der neuen Generation

Die Heilbronner Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule öffnet sich 2023 mit viel Grün im südlichen Außenbereich der Nachbarschaft. Der geplante Schulhof setzt neue Maßstäbe.

Kilian Krauth
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Lesezeit 2 Min
Fritz-Ulrich-Schule bekommt Schulhof der neuen Generation
Noch wird der südliche Außenbereich der Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule als Baustelleneinrichtung für die Schulsanierung genutzt. Ab Frühjahr 2023 wird er als offener Schulhof neu angelegt. Foto: Andreas Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Eine neue Schulhof-Generation zeichnet sich an der Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule (FUGS) zwischen Karlstraße und Moltkestraße im Heilbronner Osten ab: zumindest auf dem Papier, denn aktuell wird der südliche Bereich noch als Baustelleneinrichtung für die Schulsanierung genutzt. Grünflächenamtsleiter Oliver Toellner legte kürzlich im Bauausschuss Entwürfe für den südlichen, 3035 Quadratmeter umfassenden Außenbereich vor.

 

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Wohl ab Frühjahr 2023 soll er für 1,05 Millionen Euro komplett neu gestaltet werden. Die Grundideen basieren auf einem Masterplan, in den Landschaftsarchitektin Cornelia Biegert und Projektleiterin Dana Fischer vom Grünflächenamt inzwischen Anregungen der Schule, des Gemeinderates eingearbeitet haben, aber auch die Architekten einbezogen, die derzeit den Umbau des Schulgebäudes betreuen. Bis vor wenigen Jahren war hier die Gerhart-Hauptmann-Grundschule untergebracht, die kürzlich ihr neues, recht schmuckes Domizil am Ostende der Karlsstraße bezogen hat.

Toellner fand in der Ratsdrucksache programmatische Worte zu "Schulhöfen der Zukunft". Im Idealfall seien sie "Anlagen mit Aufenthaltsqualität, struktureller Vielfalt und hohem Grünanteil, die als Lern- und Lebensraum für Schüler geeignet sind, ein gesundes Klima und eine erholsame Atmosphäre fördern und einladend wirken".

 

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Weniger Beton, mehr Grün

Im südlichen Vorfeld der FUGS werde die Versiegelung zurückgenommen und durch Betonpflaster sowie "großzügige Vegetationsflächen" ersetzt: für mindestens 15 frisch gepflanzte Bäume sowie Sträucher, Stauden, Gräser, Wiesen. Befestigte Bereiche dienen als Wege, Bewegungs- und Veranstaltungsraum sowie der Feuerwehr. Helles, relativ günstiges Betonpflaster lasse das Regenwasser besser versickern und mindere die Erhitzung - was immer wichtiger werde. Eine, so Toellner, "organische Formsprache" und landschaftliche Modellierungen zum Gehweg sollen einen fließenden Übergang zu den öffentlichen Grünflächen herstellen und das städtebauliche Umfeld einbeziehen. Diverse Sitzkanten laden zum Verweilen und stillen Arbeiten im Freien ein.

Kleiner Fitnessbereich und tribünenartig angeordnete Sitzstufen

Bereich des aufgeständerten Gebäuderiegels werden zudem Fitnessgeräte installiert, Klimmzugstangen, Boxstelen, Barren, Sit-Up-Liegen - als eine Art Sportraum im Freien. Ein fugenloser Fallschutzbelag soll sich harmonisch in das angrenzende Betonpflaster einfügen.

Da der zukünftig neue Haupteingang derzeit nur über eine Treppe zu erreichen ist und beide südlichen Eingängen barrierefrei sein müssen, wird der Schulhof teils angehoben, wobei die Lichthöfe zum Untergeschoss, inklusive Fluchtweg, abgesichert werden. Auch der tiefere Hofbereich wird neu strukturiert. Tribünenartig angeordnete, breite Sitzstufen und die von Bäumen überkronten Bereiche sollen hier "einen Ort für neue pädagogische Konzepte und Entspannung" schaffen.

 

Die Zäune fallen weg

Nicht zuletzt soll mit der Öffnung des Schulhofs mehr Platz für Bewegung, Kommunikation und Erholung nach Unterrichtsschluss entstehen: und zwar - zumindest nach Schulschluss am Nachmittag - für alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in dem dicht besiedelten Wohnquartier. Zäune fallen weg, alles öffnet sich großzügig zu Stadtbahntrasse, Kernerstraße und Behördengebäuden.

Lob und Anregungen von Räten

Die Stadträte waren begeistert. Gottfried Friz (FDP) sprach von einem großen Wurf, CDU-Stadtrat Thomas Randecker von "großem Kino". Er riet aber auch, sich Gedanken zu machen, wo man bei Kostensteigerungen sparen könnte. Die Anregung von Herbert Tabler (SPD), auch im Nordhof, wo aktuell die Gebäudezugänge barrierefrei umgebaut wurden, Calisthenics-Turngeräte aufzustellen, soll noch geprüft werden; solche wie man sie vom Campus-Park her kennt. Auf offene Ohren traf Angelika Harts (Grüne) Vorschlag, das Regenwasser aufzufangen und zu nutzen, etwa zum Gießen des Grüns.

 

 
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