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Frankenbacher Bezirksbeiräte erinnern Stadt Heilbronn an Fusions-Versprechen fürs Sportgelände

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Nach Irritationen um Zusatzkosten nehmen die Frankenbacher Lokalpolitiker die Erweiterung des Sportgeländes in die umfangreiche Frankenbacher Antragsliste zum Heilbronner Stadtetat 2025/2026 auf. Was man sich in dem Stadtteil sonst noch so wünscht:

Auch für die Schule haben die Frankenbacher Räte Wünsche, zum Beispiel neue Klos. "Wo Geld für KI da ist, sollte man WCs nicht vergessen", hieß es.
Foto: Archiv/Berger
Auch für die Schule haben die Frankenbacher Räte Wünsche, zum Beispiel neue Klos. "Wo Geld für KI da ist, sollte man WCs nicht vergessen", hieß es. Foto: Archiv/Berger  Foto: Berger

Mit Vehemenz fordert der Bezirksbeirat Frankenbach, dass die Stadt Heilbronn "die notwendigen Haushaltsmittel zur vollständigen Realisierung" der Umgestaltung der Sportstätten im Ried bereitstellt: für ein neues Rasenspielfeld, einen Tennisplatz, zwei Beachvolleyballfelder plus Nebengebäude und für ein Kleinspielfeld als Ersatz für den wegfallenden Bolzplatz.

Gleichzeitig erinnern die von Peter Blessing geführten Räte an die entsprechende Fusionsvereinbarung zwischen dem SV Heilbronn am Leinbach und der Stadt. Wie berichtet war nach jahrelangen Verhandlungen vor wenigen Tagen bekannt geworden, dass die Umbauten 1,6 Millionen Euro mehr kosten als geplant und die Stadt meint, dass der Verein dafür aufkommt.

26 Punkte auf der langen Wunschliste

Kurzerhand haben die Räte die heiß diskutierte Causa in ihre nun 26 Punkte lange Wunschliste für den Stadtetat 2025/2026 aufgenommen. Ganz oben steht dort nach wie für die Verlängerung der Saarlandstraße, durch die man sich eine Entlastung der Ortsdurchfahrt erhofft. Hier regt der Rat außerdem die Aufwertung zweier bracher Grundstücke an, einen "identitätsstiftenden" Brunnen am Bürgeramt, wo man auf neue Fenster und ein Vordach warte, sowie einen Bücherschrank.

Relativ weit oben auf der Liste steht nach Urnengräbern auf dem Friedhof die weitere Sanierung der Gemeindehalle mit Erneuerung der Bühne, technischen Anlagen, Küche, Fenster, Anstriche der Seitenwände, des Tors zum Stuhllager mit zusätzlicher Seitentüre. Auch in der Leintalsporthalle seien Sanierungen überfällig, etwa in den Umkleidekabinen, inklusive Sanitär, Anstrich des Gebäudes, technische Anlagen, WLAN und Möbel plus Einrichtung einer kleinen Küchenzeile für eine Cafeteria.

Trinkwasserbrunnen gegegn Hitzestau im Sommer

Wegen der Klimaerwärmung fordern die Räte Trinkbrunnen, vor allem an Schulen, Spielplätzen und Sportstätten. Zudem regen sie Infotafeln mit QR-Code an historischen Gebäuden und Denkmälern an.

Außerdem sollten die durch den jüngsten Umleitungsverkehr beschädigten Feldwege hergerichtet werden, aber auch Feldwegkreuzung arrondiert und das Ackerrandstreifenprogramm fortgeführt werden. Für den Leinbachpark wird ein Bewegungsparcours mit 15 Edelstahl-Sportgeräten gewünscht, für die Streuobstwiese beim Sportivo sollen Sitzbänke am Ein- und Ausgang kommen, für einen Spazierweg am Leinbach Lampen und weitere Maßnahmen aus dem Landschaftsplan 2030 in Ortsnähe zu Frankenbach. An Spielplätzen und anderen Brennpunkten seien weitere Hundekotbeutel-Stationen notwendig. Die Container am Parkplatz vor der Leintalsporthalle sollten endlich eingehaust werden.

Handlungsbedarf auf dem Schulgelände

Für die Grundschule wünschen sich die Bezirksbeiräte ein Kletternetz im Schulhof, neue Klos, WLAN, vorbeugende Maßnahmen gegen ständigen Vandalismus und eine Erhöhung des Stundendeputats der Sekretärin. Nicht zuletzt hält man in Frankenbach an der alten Forderung nach einem Jahresetat für alle Heilbronner Stadtteile mit einer jährlichen Ausstattung von zehn Euro pro Einwohner fest.

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