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EM-Finale: Public Viewing in Gaststätten - So schätzen Wirte das Interesse ein

Das EM-Halbfinale der Fußballfrauen hatten vergangenen Mittwoch viele Zuschauer in Bars und Gaststätten mitverfolgt. Wie schaut es heute Abend beim EM-Finale aus? Die Stimme hat sich in Heilbronn umgehört.

Von Nicole Theuer
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Lesezeit  2 Min
EM-Finale: Gaststätten rechnen nicht mit riesigem Interesse
Wer das Finale der Frauen-Fußballeuropameisterschaft nicht zu Hause sehen möchte, kann es in Heilbronn auch in einigen Gaststätten gemeinsam mit anderen tun, allerdings eher im kleinen Rahmen. Foto: dpa  Foto: Rolf Vennenbernd

Wenn heute Abend im Londoner Wembley-Stadion das 13. Endspiel der Frauenfußball-Europameisterschaft zwischen Gastgeber England und der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft angepfiffen wird, haben die deutschen Frauen die Chance, sich zum neunten Mal zu den Fußballköniginnen in Europa zu krönen, neun Jahre nach dem letzten kontinentalen Titel die Trophäe wieder in Händen zu halten und die niederländischen Frauen zu beerben.

Diese hatten die letzten Titelkämpfe gewonnen, zuvor hatten die deutschen Frauen sechsmal in Folge in den Endspielen die Nase vorne. Doch, konnten die Frauen um Kapitänin Alexandra Popp einen ähnlichen Fußballhype auslösen wie die Nationalmannschaft der Männer bei ihrem Titelgewinn? Betrachtet man die Einschaltquoten, so war das Halbfinale am vergangenen Mittwoch gegen die Französinnen ein Quotenrenner, knapp 13 Millionen Zuschauer fieberten mit.

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Wie verhält es sich in der Region? Erleben die Sportsbars und Gaststätten, die die Spiele gezeigt haben, einen ähnlichen Zuspruch wie bei Spielen der Männer? Die Stimme hat sich umgehört.

Rebecca Espert vom Backstüble in Heilbronn berichtet, "es ist nicht ganz so viel los wie bei den Spielen der Herren, doch beim Halbfinale waren schon einige Gäste da, die das Spiel angeschaut haben." Und mit den Deutschen mitfieberten, wie sie gemerkt hat. "Als ich im Biergarten war, habe ich plötzlich Geschrei gehört, als die Deutschen in Führung gegangen sind." Als fast postwendend der Ausgleich fiel, sei der einzige französische Gast erleichtert gewesen, "er hat, wie die Deutschen auch, bis zum Schluss mit seiner Mannschaft mitgefiebert und wurde hinterher auch getröstet." Auch am Sonntag wird sie das Endspiel einschalten, "ich habe schon einige Reservierungen erhalten, es sind aber noch Plätze für Kurzentschlossene frei."

Auch in der Waldhornschenke haben sich für das Halbfinale einige Fußballbegeisterte eingefunden, deshalb wird wohl auch zum Endspiel das Fernsehgerät eingeschaltet werden. Doch, so heißt es, "es kommen beim Frauenfußball einfach nicht so viele Gäste wie, wenn die Herren spielen."

Diese Erfahrung hat man auch im Heilbronner Lehner's gemacht. "Es wurde erst einmal nachfragt, ob wir Fußball zeigen", heißt es auf Nachfrage seitens der Angestellten. Am Sonntag, "werden wir den Fernseher anmachen, allerdings ohne Ton", so das Versprechen, "sollte es jedoch schön warm sein und die Gäste sitzen im Biergarten, dann können wir für die Fußballinteressierten im Gastraum den Ton auf jedem Fall anmachen."

Denn, anders als bei großen Turnieren im Herrenbereich, steht das Fernsehgerät nicht im Freien, sondern im Inneren des Gasthauses. "Aufgrund der geringen Nachfrage lohnt es sich nicht, dass wir das Equipment ins Freie bringen und dort aufbauen."

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