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Mit Wirtshaussingen zurück aus der Corona-Tristesse

Während der Pandemie ist auch der Liederkranz Alpenrose Biberach um einige Sänger geschrumpft. So langsam geht es aber wieder aufwärts: Für Samstag ist nach zwei Jahren Zwangspause wieder eine große Veranstaltung geplant.

Lisa Könnecke
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Lesezeit 2 Min
Der Liederkranz Alpenrose Biberach meldet sich mit geplantem Wirtshaussingen zurück aus der Corona-Tristesse
Einmal in der Woche trifft sich der Projekt:Chor! in der Evangelischen Kirche in Biberach zum Proben. Aktuell besteht er aus nur sechs Sängern. Foto: Ralf Seidel  Foto: Seidel, Ralf

Von Balkon- und Wanderkonzerten bis hin zu Onlineproben: Der Liederkranz Alpenrose Biberach hat in der Corona-Tristesse "viele Versuche gestartet, seine Sänger beisammen zu halten", erinnert sich die Vorsitzende Andrea Babic. Zu Lockdown-Zeiten, im April 2020, zogen die Vereinsmitglieder mit Gitarre, Mikrofon, Verstärker, Flöte und bekannten Liedern im Gepäck abwechselnd in Zweierteams durch die Straßen Biberachs. "So haben wir versucht, den Verein am Leben zu halten und Mut zu spenden, dass man trotz Einschränkungen zusammenkommen und singen kann", sagt Babic.

Auch wenn die Konzerte gut ankamen, seien sie nicht zu vergleichen mit der Gemeinschaft, die man während der wöchentlichen Chorproben erlebt. Vor allem hat das Ausweichangebot nicht den erhofften Effekt gebracht: Der gemischte Chor, der von Musiktherapeut Axel Bayer geleitet wird und zum größten Teil aus Sängern im Alter zwischen 65 und 80 Jahren besteht, ist zwischenzeitlich auf rund 15 Personen geschrumpft, so Babic.

Corona hat die Sänger ausgebremst

Ähnlich geht es dem "Projekt:Chor!", der erstmals 2018 mit einem großen Gospelchorprojekt ins Leben gerufen wurde, um den Verein zu verjüngen und zu vergrößern. Zwei Weihnachtskonzerte mit bis zu 30 Sängern konnten ausgerichtet werden. Bis 2020 die Chorarbeit coronabedingt eingestellt werden musste. "Wir wurden ausgebremst. Es fühlte sich an, wie gegen eine Wand zu fahren ", drückt die Vorsitzende ihre Verzweiflung aus. Übrig sind der harte Kern von sechs Sängern, die sich einmal in der Woche zum Proben treffen. Die Konsequenz: "Wir müssen wieder bei null anfangen."

Herausforderung angenommen

Aber es gibt auch Hoffnung: "Mit Robert Haußer hat der Liederkranz Alpenrose einen Chorleiter gefunden, der im Herbst 2021 die Herausforderung angenommen hat, auch mit einer kleinen Gruppe von Sängern wieder zu starten und den Chor neu aufzubauen", zeigt sich Babic optimistisch. Außerdem findet am Samstag, 25. Juni, das Wirtshaussingen in der Böllingertalhalle statt, die erste große Veranstaltung seit Jahren.

Beim Wirtshaussingen ist Mitmachen ausdrücklich erwünscht

Die Chorleiter Axel Bayer und Robert Haußer werden dann Lieder vortragen, bei denen die Besucher mitsingen können. Mitmachen ist sogar ausdrücklich erwünscht. "Was man dem Körper mit Singen alles Gutes tut, glaubt man gar nicht", schwärmt Axel Bayer, der vor Corona bei insgesamt zwei Wirtshaussingen dabei war: "Das muss man erleben. Diese Kombination aus Gemeinschaft und Singen ist etwas ganz Besonderes."

Beim Wirtshaussingen darf jeder mitmachen. Einlass ist ab 14 Uhr. Los geht es mit dem Liedernachmittag für Senioren. Ab 19 Uhr gibt es dann "Hits querbeet durch die Jahrzehnte, auch für junges Publikum", kündigt Babic an.

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