Heilbronn
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Bildungsmesse hilft bei Suche nach passendem Beruf

Wie geht es weiter nach der Schule? Mit dieser Frage beschäftigten sich am Freitag und Samstag mehrere Tausend Schüler, Studierende und Eltern. Bei der Bildungsmesse im Redblue in den Böllinger Höfen gaben rund 130 Vertreter von Firmen Auskunft.

Von Ralf Schick
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Bildungsmesse hilft bei Suche nach passendem Beruf
Polizeieinstellungsberaterin Amelie Mayer im Gespräch mit den Schwestern Mira und Thea Reinhart (von links). Foto: Ralf Schick  Foto: Ralf Schick

Mira Reinhart (14) hat schon seit längerem Interesse daran, später einmal bei der Polizei zu arbeiten. Gemeinsam mit ihrer Schwester Thea (18) steht sie bei Polizeiobermeisteranwärterin Amelie Mayer am Stand der Polizei Heilbronn und informiert sich über die Dauer und Inhalte der Ausbildung. In zwei Jahren macht Mira ihren Realschulabschluss und füllt nach dem Gespräch einen Fragebogen für ein weiteres Kennenlernen mit Polizeivertretern aus.

Polizei als interessanter Arbeitgeber

Auch Sandra Christ von der Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule in Heilbronn will bei der Polizei arbeiten und informiert sich bei Polizeihauptkommissar Thomas Wagner von der Bundespolizeiakademie. "Ich will in Richtung Kriminalpolizistin gehen", sagt die 15-Jährige selbstbewusst. Der Beruf sei abwechslungsreich, flexibel und es gebe mehrere Ortswechsel, "das kann ich mir alles gut vorstellen", sagt die Schülerin.

Berufe, die viele gar nicht kennen

Manche aber haben noch keine konkrete Vorstellung, wohin die berufliche Reise einmal gehen soll. Ida Götz ist mit ihren Eltern am Samstag auf die Messe gekommen. Die 19-Jährige wird im Sommer das Berufskolleg in Heilbronn beenden und will danach eigentlich etwas Kreatives machen. Auf der Messe hat sie noch nicht das Richtige für sich gefunden, "weil hier viel Management und Technik angeboten wird", sagt Ida Götz. Trotzdem findet sie es gut, dass so viele Anbieter da sind und Berufe vorstellen, die man teilweise gar nicht kennt.

Nachfrage nach Praktika ist groß

Elektroniker werden gesucht, Anlagenmechaniker, Mechatroniker; um Nachwuchs geworben wird aber auch für eine Ausbildung bei den großen Playern Audi oder Würth oder bei mittelständischen Unternehmen wie Förch in Kochertürn. "So eine Messe ist definitiv wichtig für uns", sagt Förch-Ausbilderin Sarah Eberle. "Hier repräsentieren wir unser Familienunternehmen und die Nachfrage vor allem nach einem Praktikum bei uns ist groß."

Alfred Schuster von der Firma Illig hofft, dass er einen neuen Mechatroniker findet. "Ich habe eben ziemlich kurzfristig eine Absage bekommen für einen bereits vereinbarten Ausbildungsplatz", erzählt der Ausbildungsleiter, "das ist sehr ärgerlich." Die Bildungsmesse biete eine gute Plattform, um Nachwuchs zu generieren. "Das ist etwas ganz anderes als die virtuellen Messen in der Corona-Zeit", betont Schuster.

Eltern begleiten ihre Kinder auf die Messe

Am Freitag waren vorwiegend Schulklassen in der Halle, am Samstag dann eher Eltern mit Kindern. Die 16-jährige Raunietta Dietze begleitet am Freitag ihre Freundin Alysha Heath (14) zum Infogespräch bei der Bundespolizei, will selbst aber eher etwas im sozialen Bereich machen. "Vielleicht als Erzieherin oder im Rettungswesen", sagt sie.

Wie schon bei der Baumesse vor ein paar Wochen, als knapp 8000 Besucher kamen, ist auch Veranstalter Frank Hartmann von der Max GmbH "sehr zufrieden" mit der Resonanz. "Weil wir keinen Eintritt verlangen, wissen wir natürlich nicht genau, wie viele tatsächlich gekommen sind, aber es waren mehrere Tausend", sagt Hartmann.

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