Heilbronn
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CDU im Heilbronner Gemeinderat will kleine Klimaweinberge fördern

Der Fraktionsvorsitzende Thomas Randecker will die Marke Heilbronn als Arbeitgeber stärken. Die CDU will außerdem mehr Tempo bei der Nordumfahrung machen.

Wolfgang Müller
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Lesezeit 1 Min
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Fraktionsvorsitzender der CDU im Heilbronner Gemeinderat, Thomas Randecker.  Foto: Berger, Mario

In den vergangenen Jahren habe die Stadt Heilbronn sehr gut gewirtschaftet, sagte der Fraktionschef der CDU bei seiner Etatrede für das Jahr 2023 in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Auch für das kommende Jahr habe die Verwaltung einen „ganz ordentlichen“ Haushaltsentwurf vorgelegt, so Thomas Randecker. Dennoch appellierte der Sprecher der größten Fraktion im Ratsrund an seine Kollegen, „nicht leichtsinnig zu werden“.

Entsprechend sparsam falle die Liste der Änderungswünsche der Union aus. Beim Komplex Stadtentwicklung und Zukunftsfragen stehe der Klimaschutz oben auf der Agenda. Unter anderem beantragt die CDU-Fraktion zusätzlich 250 000 Euro für „temporäre kleine Klimaweinberge“.

Beschäftigte bei der Stadt sollen das Wir-Gefühl stärken

Für die Beschäftigten der Stadt sieht Randecker einen Zuschuss für ein ÖPNV-Ticket. Gleichzeitig gebe es aber auch Mitarbeiter, „die auf das Auto angewiesen sind und lieber einen bezahlbaren Parkplatz hätten“. Darüber hinaus regte Randecker an, dem Gesamtpersonalrat die Möglichkeit zu geben, Ideen zu entwickeln, die idenditätsstiftend seien und das „Wir-Gefühl“ stärkten. „Wir wollen die Marke Heilbronn als Arbeitgeber stärken“, sagte der CDU-Fraktionschef.

Das Beispiel Schulen habe gezeigt, dass fraktionsübergreifende Zusammenarbeit zu sinnvollen Maßnahmen führe. Auch wenn bis 2026 weitere knapp 51 Millionen Euro investiert würden. Für den Neubau der Gerhart-Hauptmann-Schule beantragt die CDU 40.000 Euro „für die Vollendung des halbfertigen Zauns“.

 

Erschließung des Gewerbegebiets Steinäcker forcieren

Bei den Planungen zur Nordumfahrung Frankenbach Neckargartach und der Erschließung des Gewerbegebiets Steinäcker ruft Randecker zu mehr Tempo auf. Den Oberbau der Lauffener Straße im Vorfeld des Ausbaus des Baugebiets Klingenäcker in Sontheim zu sanieren, halte seine Fraktion dagegen für falsch.

Friedhöfe in Heilbronn seien im wahrsten Sinne des Wortes ein trauriges Thema. Die Stadt müsse den Bürgern ein Angebot zur alternativen Bestattungsform in einem Friedwald machen. Einen Klimawald mitten auf den Feldern in Böckingen zu planen sei falsch. Bei der Suche nach einer geeigneten Waldfläche im Stadtgebiet denkt Randecker dabei eher an „das Wäldchen zwischen Frankenbach und Kirchhausen entlang der B 39.

 

Mehr Geld für das Ackerrandstreifenprogramm

Neben einer Reihe weiterer Maßnahmen will die CDU-Fraktion das sogenannte Ackerrandstreifenprogramm von 60.000 auf 200.000 Euro erhöhen. Gleichzeitig möchte Randecker die geplanten 250.000 Euro für „die räumliche Neuorganisation im Technischen Rathaus“ streichen.

Dass Heilbronn eine fahrradfreundliche Stadt sei, müsse stärker ins Bewusstsein rücken. Die CDU beantragt 50.000 Euro, um eine Fahrradmesse mit überregionaler Strahlkraft zu veranstalten.

 

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