Heilbronn
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Sonderpädagogisches Beratungszentrum an Lindenpark-Schule renoviert

Was tun, wenn das eigene Kind sprach- oder hörgeschädigt ist? An der Lindenpark-Schule finden Eltern Unterstützung und Beratung unter einem Dach.

Maike Skerstins
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Lesezeit 1 Min
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Frank Berkenhoff überreicht Schulleiterin Alexandra Müller-Otto nach Abschluss der Sanierung der Lindenparkschule den Schlüssel.  Foto: Berger, Mario

Nach drei Jahren Bauzeit ist die Renovierung des Gebäudes H der Lindenparkschule abgeschlossen. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 4,5 Millionen Euro. Durch die Baumaßnahmen konnte das Gebäude, welches rund 40 Jahre alt ist, komplett umstrukturiert werden. Dadurch kann künftig das sonderpädagogische Angebot des Beratungszentrums gebündelt in einem Gebäude angeboten werden. „Wir können jetzt alles unter einem Dach anbieten. Dadurch kommt der Beratungsaspekt noch mehr zum Vorschein“, sagt Schulleiterin Alexandra Otto-Müller.

Eltern können sich kostenfrei sonderpädagogisch beraten lassen

Im unterem Stockwerk befindet sich der sonderpädagogische Beratungsdienst, welcher allgemeine Schulen und vorschulische Einrichtungen berät. Im Gebäude sind ebenfalls ein Psychologe, der Personalrat und Beratungsdienste, die sich um die Diagnostik kümmern, untergebracht.

„Wenn Eltern sich unsicher sind, ob es Auffälligkeiten bei ihren Kinder gibt, können sie sich kostenfrei bei uns beraten lassen.“ Zusätzlich werden im Beratungszentrum auch Frühförderangebote, Gebärdenkurse und Elternseminare angeboten.

Schallgedämpfte Räume sollen das Lernen erleichtern

Optimal schallgedämmte Räume sollen den knapp 300 Schülern mit einer Hör- oder Sprachbehinderung das Lernen erleichtern. Die Räume sind hell und großzügig geschnitten. Hier sollen behinderte und nicht-behinderte Schüler voneinander lernen können.

Auch nach der Renovierung bleibt das Thema Umgestaltung wichtig, um das Beratungs-Angebot weiterhin auszubauen. „Wir sind gerade am Überlegen, ob wir hier noch ein Zimmer für Kinder mit Autismus einrichten“, erzählt Otto-Müller.

Weshalb wurde das Gebäude nicht einfach abgerissen?

Es sprechen zwei Gründe dafür, weshalb der Bau renoviert und nicht abgerissen wurde: Klimaschutz und Kunst am Bau. „Eine schwierige Aufgabe war es, auch die vorhandene Kunst zu erhalten“, sagt Architekt Christoph Herzog. Das Kunstwerk zeigt bunte Kugeln, die sich in das Geländer eingliedern und stammt von der verstorbenen Künstlerin Hannelore Bendixen-Busse.

Außerdem sei es ein riesiger Beitrag zum Klimaschutz, Bestandsgebäude zu nutzen, so Frank Berkenhoff, Leiter des Amtes Vermögen und Bau Baden-Württemberg. „Da das gebundene CO2 in der Grundsubstanz nicht nochmal verbraucht wird.“ Ein besonderer Dank gelte auch der ehemaligen Direktorin Christiane Stöppler, die sehr engagiert an einem Nutzungskonzept gearbeitet habe.

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