Stuttgart
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NSU-Ausschuss legt weiteren Fahrplan fest

Der NSU-Untersuchungsausschuss im Landtag will heute seinen weiteren Fahrplan festlegen. In nicht-öffentlicher Sitzung will der Ausschuss beschließen, welche Zeugen weiter befragt werden sollen - auch zum Fall des Eppingers Florian H.

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Ein angeblicher Freitod und viele Fragezeichen
In diesem Pkw starb Florian H.: Was wusste er über den Kiesewetter-Mord? Foto: dpa

Der Aussteiger aus der rechten Szene, war im September 2013 in einem brennenden Wagen in Stuttgart gestorben. Der 21-Jährige könnte möglicherweise gewusst haben, wer die Polizistin Michèle Kiesewetter 2007 in Heilbronn ermordet hat.

Die Polizei hat kürzlich einen Mann namens „Matze“ identifiziert, mit dem Florian in der rechten Szene unterwegs gewesen sein soll. Brisant: Angeblich war „Matze“ Mitglied in einer bislang unbekannten rechtsextremen Organisation namens „Neoschutzstaffel“ (NSS).

Der Ausschuss will „Matze“ befragen. Der genaue Termin dafür ist allerdings noch offen. Zudem will der Ausschuss Computer und Handy von Florian H. untersuchen lassen. Die Polizei hatte sich nicht für die Geräte interessiert, weil sie davon ausging, dass der 21-Jährige sich selbst getötet hat. Die Familie zweifelt das aber an.

Der Ausschuss untersucht die Kontakte und Aktivitäten des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) im Südwesten und die Arbeit der Behörden. Dem NSU werden zehn Morde zugerechnet. lsw

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