Heilbronn
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97 neue Wohnungen auf der Schanz

Die Stuttgarter Lebensversicherung baut zwischen Güglinger und Sinsheimer Straße in Heilbronn-Böckingen fünf Mehrfamilienhäuser. Der Gemeinderat stimmte dem Bebauungsplan zu.

Von Joachim Friedl
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Schanz
Foto: Berger, Mario

Die Stuttgarter Lebensversicherung errichtet auf der Schanz in Böckingen fünf vier- beziehungsweise fünfgeschossige Gebäude mit 97 Zwei- bis Vierzimmerwohnungen mit Zuschnitten von 50 bis 102 Quadratmetern. Das 1,35 Hektar große Areal wird von der Sinsheimer, Binswanger, Güglinger und Heidelberger Straße begrenzt.

Keine Ausgleichspflanzungen geplant

Der Bebauungsplan wurde jetzt vom Gemeinderat einstimmig auf den Weg gebracht, da das Vorhaben nach bestehendem Planungsrecht nicht genehmigungsfähig ist. Der Antrag der Grünen-Fraktion, für die auf der Schanz fallenden Bäume Ersatz im Bereich Kreuzgrund zu pflanzen, wurde abgelehnt.

"Die Stadt Heilbronn ist bestrebt, bei der Schaffung von neuem Wohnraum geeignete innerörtliche Standorte zu nutzen, um eine Inanspruchnahme von wertvollen freien Flächen zu vermeiden", begründete Christoph Böhmer, Leiter des städtischen Planungs- und Baurechtsamts, das Wohnbauprojekt.

Pendant zu den Hochhäusern

So sollen die neuen Wohngebäude aussehen. Visualisierung: Privat

Nach den Plänen des Heilbronner Architekturbüros Riemer Planung entsteht eine Blockstruktur, die als Pendant zu den beiden mächtigen Gebäuden einen Rahmen für städtebauliche Ordnung gibt. Derzeit präsentiert sich das Baugelände als Rasenfläche mit Bäumen.

Die Neubauten erhalten großteils bodentiefe Fenster sowie Terrassen beziehungsweise Balkone für jede Wohnung. Zwischen den Wohngebäuden sind drei eingeschossige Nebengebäude für Fahrräder und Müllcontainer geplant. Alle Dachflächen werden begrünt.

Tiefgarage mit 120 Stellplätzen

Die Pkw-Stellplätze für die neuen Gebäude sowie die beiden Bestandsgebäude mit 135 Wohnungen werden größtenteils in einer neuen Tiefgarage mit 120 Parkplätzen auf zwei Ebenen untergebracht. Die bestehende Tiefgarage wird abgebrochen. Zusätzlich werden die beiden vorhandenen oberirdischen Stellplatzanlagen im Norden und Osten des Grundstücks umgestaltet und teilweise erweitert.

Außerdem werden zwei neue Stellplatzanlagen im Westen und Süden des Areals angelegt. Somit entstehen insgesamt 113 oberirdische Pkw-Stellplätze. In Summe stehen 233 Pkw-Parkplätze und 194 Fahrradstellplätze zur Verfügung. Die Tiefgarage wird über die Güglinger Straße angefahren.

Alles ist barrierefrei erreichbar

Grafik: HSt

Die Erschließung der Wohngebäude zu Fuß erfolgt über die Güglinger, Sinsheimer und Bruchsaler Straße. Die Fußwege sind so angelegt, so dass ein eigenes Fußwegenetz innerhalb des Quartiers entsteht. Alle Wohnungen, Gemeinschaftsflächen, Kellerräume und die Tiefgarage sind barrierefrei erreichbar.

"Diese Nachverdichtung ist fast schon grenzwertig", erklärte Grünen-Stadtrat Alexander Habermeier. "Nachverdichtung heißt nicht, alles zuzupflastern", reagierte Thomas Randecker. Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden kommt die Planung "sehr verträglich daher". Außerdem lobte er den 20-Prozent-Anteil an geförderten Wohnungen.

Bay: Nicht Augen zu und durch

"Das Wohnbauprojekt kann anderen Investoren Mut machen", sagte SPD-Stadtrat Herbert Tabler. In Sachen Grün legte sich Pro-Stadtrat Alfred Dagenbach fest: "Es wird mehr Grün geben als in anderen Bereichen der Stadt. "Dass mehr als 50 Prozent der Bäume fallen, das geht gar nicht. Wir wollen nicht Augen zu und durch", konterte Grünen-Fraktionssprecherin Susanne Bay. "Heilbronn ist eine grüne Stadt", erwiderte FWV-Stadtrat Heiner Dörner.

 

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