Zwei Stimme-Leser dürfen zwei Wochen zwei E-Bikes testen

Region  Zwei Leser haben für zwei Wochen zwei E-Bikes erhalten und durften sie austesten, so viel sie wollten. Wie war's? Und was haben sie erlebt?

Von Marie-Luise Schächtele
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Hinter Annaleen Kapfhamer und ihrem Freund Robin Föll liegen zwei besondere Wochen. Sie sind als E-Bike-Tester durch die ganze Region gedüst, haben Berge, Landschaften und Städte erstrampelt. "Wir haben viele neue Wege ausprobiert", erzählt Annaleen Kapfhamer. Robin Föll ist in der Heilbronner Gegend aufgewachsen. "Es gibt die typischen Strecken, die man immer fährt, den einen Weg daneben kennt man aber nicht", hat er festgestellt. Der 27-Jährige hat seine Heimat neu kennengelernt. "Für mich war es schön, meinen neuen Wohnort so zu erkunden", sagt Annaleen Kapfhamer. Die 26-Jährige ist vor einem Jahr nach Heilbronn gezogen.

Traurig, dass sie sie wieder hergeben müssen

Rund 400 Kilometer haben die beiden in den vergangenen Wochen zurückgelegt. Sie sind angetan von den E-Mountainbikes. "Jeden Tag bis auf einen sind wir mit den E-Bikes gefahren", erzählen sie. Sie wollen die Räder überhaupt nicht mehr hergeben, gestehen beide. Auch ihre Familien und Freunde waren von ihnen begeistert.

Fahrt ins Zabergäu

Eine Tour, an die sie sich besonders gerne erinnern, ist die Fahrt ins Zabergäu zum Michaelsberg am vergangenen Wochenende. "Am Anfang des Lockdowns waren wir dort wandern, und Teile der Wanderroute sind wir jetzt abgefahren." Eigentlich wollten sie zum Badesee Ehmetsklinge in Zaberfeld fahren, kehrten aber um, weil er wegen Überfüllung gesperrt war. Über den Heuchelberg ging es zurück.

Tour am Abend nach der Arbeit

Am vergangenen Montag radelten die beiden abends zur Burg Weibertreu nach Weinsberg. Anschließend wollten sie noch zum Neckarsulmer Scheuerberg weiterfahren, als es angefangen habe, zu gewittern. Dafür haben sie dann beim Heimrasen festgestellt, welche Wucht der Akku hat.

"Ich habe jetzt so ein bisschen meinen inneren Schweinehund überwunden", sagt Annaleen Kapfhamer. Zur Not könne man immer den Antrieb anmachen.

Auf 28 Stundenkilometer brachten die Tester es durchschnittlich. "Wir haben uns immer gemessen, wer schneller ist", bekennt Annaleen Kapfhamer lachend. Aufs Hörnle, nach Schwäbisch Hall, Richtung Untergruppenbach und durch den Heilbronner Stadtwald sind sie mit den E-Mountainbikes gefahren. Während sich das Vorderrad der normalen Mountainbikes beim steilen Anstieg auch mal anhebe, komme man mit dem E-Bike ganz problemlos eine Steigung hinauf, sagt Robin Föll.

Die längste Tour: 140 Kilometer

Bei ihrer längsten Tour nach Schwäbisch Hall - 140 Kilometer haben sie hinter sich gebracht - wurde das Sitzen dann auch mal unbequem, wie beim normalen Fahrrad.

Doch die Akkus haben die Erwartungen der Tester erfüllt. Schon in wenigen Stunden sind sie wieder fit. "Wir haben sie in der Zeit höchstens dreimal geladen, sie reichen für eine Woche", sagt Robin Föll. "Aber am Anfang war es umständlich, sie auszubauen", gibt Annaleen Kapfhamer zu. Ein paar Kniffe müsse man können.

Land oder Stadt, wo macht das Fahren mehr Spaß? "Auf dem Land, dort hat man unterschiedliche Untergründe." Aber auch in der Stadt haben sie sich mit den stabilen E-Mountainbikes sicherer gefühlt. "Durch das Heilbronner Zentrum gibt es aber keine Radwege, man schlängelt sich durch", sagt Robin Föll. Spaß mache es trotzdem, beim Anfahren mit den Autos um die Wette zu fahren, sagt Annaleen Kapfhamer. Außerdem besitzen die E-Bikes helle LED-Scheinwerfer, mit denen man in der Dunkelheit gut gesehen wird. "Wir spielen gerade mit dem Gedanken, uns fürs nächste Frühjahr vielleicht ein E-Bike anzuschaffen", verraten sie. Dann kann zumindest immer einer von ihnen mit Turbo-Power fahren.

Zwei Stimme-Leser dürfen zwei Wochen zwei E-Bikes testen
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