Heilbronner Lokal Beichtstuhl hat wieder geöffnet

Heilbronn  Nach zweieinhalb Jahren Leerstand hat der Koch Fabian Lidak das bekannte Heilbronner Lokal neu eröffnet - und am Konzept und dem Erscheinungsbild gearbeitet.

Von Stefanie Sapara

Beichtstuhl hat wieder geöffnet

Fabian Lidak bietet eine Karte mit deutsch-französischer Note. Foto: Mugler

 

Für viele Heilbronner ist er eine Institution: der Beichtstuhl in der Fischergasse 9. Doch zuletzt stand das alteingesessene Lokal, das von 2010 bis 2016 von Rainer Liebe geführt worden war, leer.

Fabian Lidak hat jetzt nicht nur äußerlich für einen neuen Anstrich gesorgt, sondern auch das Konzept erneuert.

Lidak erfüllt sich einen Traum

Für feine Küche stand der Beichtstuhl seit jeher, das weiß der 32-Jährige nur zu gut, schließlich hat er selbst einst unter Liebe als Koch gearbeitet. Für ihn ist es aber ohnehin keine Frage, den Gästen auch im neuen Beichtstuhl Hochwertiges zu bieten - wovon er spricht, weiß er gut, immerhin hat er zuletzt als Sous-Chef im Wald und Schlosshotel Friedrichsruhe gearbeitet.

"Mein Traum war es aber schon immer, mich selbstständig zu machen", erzählt Fabian Lidak. "Und den habe ich mir jetzt erfüllt."

Im Lokal dominieren nun hellere Farbtöne?

Frühere Stammgäste möchte er mit seinem Konzept ebenso begeistern wie ein neues, junges Publikum. Dazu wurde erst einmal renoviert, denn das Lokal war zwar gemütlich, mit seinen tiefroten Wänden aber doch vor allem eines: dunkel. Jetzt dominieren helle Grün-, Türkis- und Grautöne, auch eine offene Theke wurde eingezogen. Was geblieben ist, ist die massive Holzdecke, "die hat den Beichtstuhl immer schon ausgemacht", sagt Lidak und lacht.

Kulinarisch setzt er auf eine kleine, feine Karte mit deutsch-französischer Note: Wer mag, kann sich ein viergängiges Menü für 50 Euro zusammenstellen oder aus dem à-la-carte-Angebot wählen. Zum Beispiel das gebackene Kalbskotelett mit Sellerie-Variation, Röstkartoffel und Zwiebelmarmelade für 26 Euro oder eine Apfel-Variation als Dessert.

Eine Besonderheit sind Fabian Lidaks Sharing-Gerichte für zwei oder mehr Personen, zum Beispiel ein 36 Stunden lang gegartes Stück Rind. "Das Ganze wird dann am Tisch zelebriert und ist sehr gesellig", sagt Lidak. "Wie sonntags daheim beim Familienessen."

Angebote zum Mittagstisch

Auch Kleinigkeiten bietet der Koch an, dazu ein Gläschen Wein oder einen der vielen Gins, die Lidak im Angebot hat. Mittags gibt es für um die zehn Euro Tagesgerichte wie Fleischküchle, panierten Kabeljau oder Rote-Bete-Risotto. Wer den Mittagstisch Spezial bestellt, kann sich aus der Wochenkarte ein Menü inklusive Kaffeespezialität zusammenstellen. Zwei Gänge kosten 14 Euro, drei Gänge 18 Euro.