Hier hat man die Wahl

Auto  Kia bietet den kompakten Niro mit drei unterschiedlichen Antriebsvarianten an

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Auf der Suche nach einem Fahrzeug mit alternativem Antrieb? Dann sollte man durchaus mal bei Kia vorbeischauen, denn die Koreaner haben neben dem optisch eigenwilligen, kastigen e-Soul (ab 33?990 Euro) auch ein rundum gefälliges Kompakt-SUV im Programm − und den Niro gibt es darüber hinaus auch noch in gleich dreifacher Ausführung.

Da wäre zum einen die rein elektrisch angetriebene Variante, der e-Niro (ab 35?290 Euro). Der 4,37 Meter lange Wagen ist in zwei Leistungsstufen (136 und 204 PS) sowie zwei Batteriegrößen (39,2 und 64 kWh) zu haben. Dementsprechend unterscheiden sich die Norm-Reichweiten − sie liegen zwischen 289 und 455 Kilometer. Mit ordentlich Platz für vier und 451 Liter Kofferraumvolumen in Standardkonfiguration ist der e-Niro voll alltagstauglich, allerdings muss man zum Laden an der Steckdose viel Zeit mitbringen − 11 bis 17 Stunden vergehen, bis der Akku wieder voll ist. An einer 7,2 kWh-Wallbox dauert der Ladevorgang rund vier bis knapp sechs Stunden.

Wem ein pures Elektrofahrzeug zu heikel ist, der kann alternativ zum Niro Plug-in-Hybrid greifen. Hier kombiniert der Hersteller einen 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner mit einem Elektromotor. Die Systemleistung beträgt 141 PS, das maximale Drehmoment 265 Newtonmeter. Damit beschleunigt der über 1,6 Tonnen schwere Asiate in 10,8 Sekunden auf 100 und wird 172 km/h schnell. Sein Normverbrauch: 1,3 Liter (CO2-Emission: 29 Gramm pro Kilometer).

Dieser Wert kann freilich nur erreicht werden, wenn der 8,9 kWh-Akku immer voll geladen ist. Zudem ist ein sanfter Gasfuß gefragt, denn beim Kickdown schaltet sich − auch im elektrischen Fahrmodus − der Verbrenner hinzu. Und Geschwindigkeiten über 120 lassen sich auch nur im Zusammenspiel aus E-Maschine und Benziner bewältigen. Die Energierückgewinnung lässt sich in fünf Stufen einstellen, so dass der Motorbremseffekt gesteigert werden kann.

Ist die Batterie leer, vergehen beim Laden an einer normalen Steckdose knapp vier Stunden bis zur 100-Prozent-Anzeige. Mit bis zu 65 Kilometer elektrischer Reichweite eignet sich diese Plug-in-Version (ab 33?990 Euro) gut für Nutzer, die einen überschaubaren Weg zur Arbeit haben und am besten auch zu Hause laden können.

Wer keine Lademöglichkeit in der Nähe hat, aber trotzdem sparsam unterwegs sein will, für den bietet sich der Niro Hybrid an (ab 26?990 Euro). Er ist mit denselben Leistungsdaten wie der Plug-in ausgerüstet, lässt sich aber nicht separat per Stecker laden und bietet darum auch keine echte elektrische Reichweite. Da der E-Motor den Benziner im Alltag aber beim Anfahren und Beschleunigen unterstützt und der Antrieb zum Beispiel im Stadtverkehr auch oft abgeschaltet wird, punktet der Hybrid trotzdem mit einem niedrigen Normverbrauch − laut Hersteller sind es im besten Fall 3,7 Liter (86 g/km). Und dank kleinerer Batterie verfügt er über das größere Kofferraumvolumen (436/1434 zu 324/1322 Liter).

Unabhängig davon, ob Hybrid oder Plug-in: Beide Modelle sind serienmäßig mit einem Doppelkupplungsgetriebe und einem betont entspannten Fahrwerks-Setup ausgerüstet. Sprich: Sie richten sich an Fahrernaturen, denen Effizienz wichtiger ist als Krawall. Wer sich den Niro außerdem in einer höheren Ausstattungslinie gönnt, wird mit allerlei Wohlfühl-Features wie Lenkradheizung, JBL-Sound, 10,25 Zoll großes Widescreen-Display samt Rückfahrkamera, Ambientebeleuchtung und einer induktiven Ladeschale verwöhnt.

Und im Zuge des letzten Facelifts hat Kia auch bei den elektronischen Helfern eine Schippe draufgelegt − vom Totwinkelwarner bis zum Stau-Assistent ist nun alles an Bord, was moderne Autos in der heutigen Zeit haben sollten.

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Innenraum des Niro Plug-in-Hybrid mit neuem Widescreen-Display. Die Ladebuchse befindet sich über dem Kot- flügel auf der Fahrerseite.

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Alexander Rülke

Alexander Rülke

Stv. Ressortleiter Leben und Freizeit

Alexander Rülke ist im Ressort Leben und Freizeit für die Sonderveröffentlichungen des Medienunternehmens zuständig. Dazu gehören unter anderem das Wochenendmagazin Freizeit sowie die Autostimme. Der gebürtige Heilbronner interessiert sich für alle Neuigkeiten auf vier Rädern und ist in der Redaktion zudem Ansprechpartner für Themen rund um Heavy Metal.

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