Mosbach
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Verdacht - 53-Jähriger handelt mit tschechischen Führerscheinen

Ein Mann aus dem Neckar-Odenwald-Kreis wird von der Staatsanwaltschaft verdächtigt, Führerscheine aus Tschechien illegal gegen Bezahlung eines Bestechungsgeldes von bis zu 3000 Euro in Deutschland angeboten zu haben.

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Gezerre um tschechischen Führerschein

In mindestens 79 Fällen haben Deutsche den tschechischen Führerschein bekommen, ohne den entsprechenden Unterricht besucht zu haben, wie die Polizei im tschechischen Karlsbad mitteilte. 

Inzwischen läuft auch in Deutschland ein Verfahren gegen den Mann, wie die Staatsanwaltschaft Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis) am Mittwoch mitteilte. Das Polizeipräsidium Heilbronn hatte den tschechischen Behörden bei den Ermittlungen geholfen. Die Mosbacher Staatsanwaltschaft hatte schon länger den Verdacht, der Mann betreibe
„Führerscheintourismus“. 

Viele Autofahrer hätten sich einen Führerschein aus Tschechien besorgt, nachdem ihnen die Fahrerlaubnis in Deutschland wegen Alkohol- oder Drogenmissbrauchs entzogen worden war, hieß es von den tschechischen Behörden.

Die Staatsanwaltschaft Mosbach schließt nicht aus, dass in einem zweiten Schritt auch gegen die Käufer der Führerscheine in Deutschland ermittelt werden könnte. „Jemanden, dem der Führerschein hier entzogen wurde, wollen wir nicht auf deutschen Straßen sehen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. lsw

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