Pforzheim
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Schwerer Fall der Brandstiftung: mutmaßlicher Tatverdächtiger verstorben

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In eine Klinik gebracht werden musste ein 26-jähriger Mann am Samstagabend (8. Januar 2022), da er nach Stand der Ermittlungen wohl bei einer selbst herbeigeführten Explosion, vermutlich durch den Einsatz von Brandbeschleuniger, schwere Verletzungen davontrug.

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es laut Polizeiangaben zu Streitigkeiten zwischen Bewohnern eines Einfamilienhauses in Niefern-Öschelbronn. Danach zogen sich die Beteiligten in ihre Zimmer zurück. Im weiteren Verlauf kam es offensichtlich zu zwei Explosionen, die wohl im Zimmer des 26-Jährigen ihren Ursprung hatten. Die drei nicht an der Explosion beteiligten Personen verließen daraufhin, nach Löschen eines Feuers vor dem Zimmer des 26-Jährigen, unverletzt das Anwesen in der Luisenstraße. Der junge Mann war weiterhin in seinem Zimmer.

Die ersten Polizeikräfte wurden am Samstag, gegen 0:25 Uhr verständigt. Aufgrund der Gesamtsituation wurden zur Festnahme der Person Spezialkräfte angefordert, die gegen 2 Uhr den mutmaßlichen Täter im Gebäude festnahmen. Im Anschluss wurde der Verletzte in ein Krankenhaus gebracht, wo ihm unter anderem zur Beweissicherung eine Blutprobe entnommen wurde. Durch die Brandstiftung wurden das Dach des Gebäudes und Zimmer im Anwesen beschädigt. Der konkrete Sachschaden steht noch nicht fest. Im Zusammenhang mit dem Einsatz waren auch Delaborierer des Landeskriminalamts sowie die Feuerwehr samt Statiker und der Rettungsdienst im Einsatz. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Durch die Staatsanwaltschaft in Pforzheim wird die Haftfrage bei dem dringend tatverdächtigen 26-jährigen Mann geprüft.

++ Update ++

Laut Pressemitteilung der Polizei Pforzheim vom Sonntagmittag (9. Januar 2022), ist der 26-jährige Mann seinen Verletzungen erlegen und gestorben. 

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