Drei Tote nach Hubschrauberabsturz bei Buchen

Buchen  Am Sonntagmittag hat sich zwischen Buchen-Stürzenhardt und Mudau-Steinbach ein schweres Unglück ereignet. Die Polizei geht von drei Toten aus. Die Ermittlungen werden einige Zeit beanspruchen.

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Trümmerteile eines Hubschraubers vom Typ Robinson R44 liegen in einem Wald.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist am Sonntagmittag (17. Oktober) ein Leichthubschrauber zwischen Buchen-Stürzenhardt im Neckar-Odenwald-Kreis und Mudau-Steinbach abgestürzt. Die Ursache ist noch unklar. Drei Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Der Leichthubschrauber stürzte über einem Waldgebiet ab. Zur Identität der Toten lassen sich laut Carsten Diemer, Sprecher des Heilbronner Polizeipräsidiums, noch keine Angaben machen. Vermutlich handelt es sich um den Piloten und zwei Passagiere.

Diemer zufolge ist die Unglücksstelle ein einziges Trümmerfeld. Es erstreckt sich über einige Hundert Meter. Bei dem Hubschrauber handelt es sich laut Diemer um eine Robinson R44, einen einmotorigen Helikopter mit vier Sitzen. Mittlerweile steht fest, dass er im bayrischen Herzogenaurach gestartet war. 

Ermittlungen werden sich lange hinziehen

Inzwischen sind die Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig am Unglücksort eingetroffen, sagt Diemer am Nachmittag. Vor dem Absturz des Hubschraubers seien zahlreiche Notrufe bei der Polizei eingegangen. In dem Gebiet sind häufig Spaziergänger, Jogger und Erholung Suchende unterwegs. In einem der nächsten Schritte sollen diese Zeugen zu ihren Beobachtungen befragt werden. Erfahrungsgemäß dauere es sehr lange bis die Ermittlungen zu einem derartigen Flugunfall abgeschlossen sind.

Zahlreiche Einsatzkräfte sind an der Unfallstelle, sagt Diemer. Etwa 30 Polizisten, Kriminaltechniker, zahlreiche Feuerwehren, die die weitläufige Unfallstelle absperren, sowie die Staatsanwaltschaft Mosbach. "Die Situation ist enorm bedrückend", sagt der Polizeisprecher. Auch der Bürgermeister der rund 18.000 Einwohner zählenden Stadt Buchen, Roland Burger, mache sich ein Bild von der Lage.

Unfälle sind selten

Hubschrauberunfälle sind nach Daten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung eher selten. Für das vergangene Jahr weist sie vier Unfälle mit Hubschraubern in der zivilen Luftfahrt in Deutschland aus, davon keiner mit Schwerverletzten oder Toten. 2019 gab es der Statistik zufolge fünf Hubschrauberunfälle mit insgesamt drei Schwerverletzten.

 

 

Heike Kinkopf

Heike Kinkopf

Reporterin

Heike Kinkopf ist Redakteurin im Reporterteam der Heilbronner Stimme. Diese Einheit berichtet über das tagesaktuelle Geschehen in der Region und kümmert sich um investigative Recherchen.