Nach Hubschrauberabsturz bei Buchen: Insassen identifiziert

Buchen  Drei Menschen verlieren ihr Leben, als ein Hubschrauber in einen Wald bei Buchen stürzt. Inzwischen konnten die Ermittler die Insassen identifizieren. Die entscheidende Frage ist allerdings noch nicht geklärt.

Von Heike Kinkopf und dpa

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Nach dem Hubschrauberabsturz mit drei Toten im Norden Baden-Württembergs haben die Ermittler am Montag ihre Arbeit fortgesetzt. Inzwischen hat die Polizei die getöteten Insassen des verunglückten Hubschraubers identifiziert. Laut Carsten Diemer, Sprecher des Heilbronner Polizeipräsidiums, handelt es sich um drei Männer mit deutscher Staatsangehörigkeit im Alter von 61, 34 und 18 Jahren. Sie sollen laut Polizei und Staatsanwaltschaft aus Mittelfranken stammen. Eigentümer des Hubschraubers sei der 61-Jährige gewesen. Wer von ihnen der Pilot war und ob es sich um Familienangehörige handelt, sagt die Polizei nicht. Einem Bericht der Pegnitz-Zeitung zufolge handelt es sich bei zwei der Toten um einen Unternehmer aus Lauf an der Pegnitz und seinen Sohn.

Weiterhin unklar ist, wie es überhaupt zu dem Unglück gekommen ist. 

Die Antworten auf die letzte Frage werden wohl lange auf sich warten lassen. Oft brauchen die Ermittler nach solchen Unfällen mehrere Tage, bis sie erste Vermutungen zur Unglücksursache veröffentlichen. Bis ein endgültiger Abschlussbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) vorliegt, vergehen meist mehrere Monate.

Hubschrauber startete in Herzogenaurach

Bei den Ermittlungen zur Identität der Toten war die Polizei am Vortag schon weitergekommen: Der Helikopter vom Typ Robinson R44 war den Angaben nach im mittelfränkischen Herzogenaurach gestartet.

Kurz vor 13.00 Uhr stürzte er am Sonntag über einem Wald zwischen Buchen-Stürzenhardt im Neckar-Odenwald-Kreis und Mudau-Steinbach ab. Wenig später trafen Zeugen sowie Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei an der Absturzstelle ein. Auch Spezialisten der Polizei, der Staatsanwaltschaft, der Rechtsmedizin und der BFU waren vor Ort. Das Trümmerfeld erstreckte sich über Hunderte Meter mitten im Wald.

Zahlreiche Einsatzkräfte am Unfallort

"Die Situation ist enorm bedrückend", sagte Carsten Diemer, Sprecher des Heilbronner Polizeipräsidiums, am Sonntagnachmittag. Zahlreiche Einsatzkräfte waren an der Unfallstelle . Etwa 30 Polizisten, Kriminaltechniker, zahlreiche Feuerwehren, die die weitläufige Unfallstelle absperrten, sowie die Staatsanwaltschaft Mosbach.  Auch der Bürgermeister der rund 18.000 Einwohner zählenden Stadt Buchen, Roland Burger, machte sich ein Bild von der Lage.

Hubschrauberunfälle sind nach Daten der BFU eher selten. Für das vergangene Jahr weist sie nur vier Unfälle mit Hubschraubern in der zivilen Luftfahrt in Deutschland aus, davon keiner mit Schwerverletzten oder Toten. 2019 gab es der Statistik zufolge fünf Hubschrauberunfälle mit insgesamt drei Schwerverletzten.

 

 

 

Heike Kinkopf

Heike Kinkopf

Reporterin

Heike Kinkopf ist Redakteurin im Reporterteam der Heilbronner Stimme. Diese Einheit berichtet über das tagesaktuelle Geschehen in der Region und kümmert sich um investigative Recherchen.