Teenager nach Körperverletzung in Untersuchungshaft

Gerlingen  Ein 34 Jahre alter Paketdienstfahrer hat es am Mittwochnachmittag vergangener Woche in Gerlingen gleich zweimal mit einem auffällig aggressiven Teenager zu tun bekommen.

Kurz nach 14.00 Uhr fuhr der 34-Jährige auf der Christophstraße. Der 17-Jährige und ein 18 Jahre alter Bekannter standen mittig auf der Fahrbahn, weshalb es zwischen dem Fahrer und den beiden jungen Männern zu einem verbalen Disput gekommen sein soll.

Im Zuge dessen sei der Fahrer auch beleidigt worden, weshalb er wohl aus seinem Fahrzeug ausstieg, berichtet die Polizei. Unvermittelt habe der 17-Jährige seinem Kontrahenten dann ins Gesicht geschlagen. Der Teenager und sein Begleiter flüchteten anschließend in Richtung der Endhaltestelle.

Nachdem der Paketdienstfahrer zunächst versucht hatte die beiden zu verfolgen, ging er zurück zu seinem Auto, das auf Höhe einer Bushaltestelle in der Schulstraße stand. Dort entdeckte der 34-Jährige die zwei jungen Männer wieder.

Der Vater des 17-Jährigen ging im weiteren Verlauf auf den Paketdienstfahrer zu und sprach diesen an. Der Fahrer habe den 71-Jährigen wohl von sich weggestoßen, worauf der 17- und der 18-Jährige ihn attackierten bis er zu Boden ging. Auf dem Boden liegend hätten schließlich alle drei auf den 34-Jährigen eingetreten.

Der Mann erlitt leichte Verletzungen. Die zunächst geflüchteten Tatverdächtigen konnten im Rahmen von polizeilichen Fahndungsmaßnahmen festgestellt und vorläufig festgenommen werden. Während der 18- und der 71-Jährige nach der Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt wurden, wurde der 17-Jährige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart dem zuständige Haftrichter vorgeführt.

Dieser erließ am Donnerstagnachmittag einen Haftbefehl wegen Körperverletzung gegen den polizeibekannten Teenager, setzte diesen in Vollzug und wies den 17-Jährigen in eine Justizvollzugsanstalt ein.

Der Polizeiposten Gerlingen, Tel. 07156/9449-0, bittet Zeugen, die die Situation in der Christophstraße bzw. die Tat in der Schulstraße beobachten konnten, sich zu melden.