Laster kracht in S21-Baustelle - Komplizierte Bergung auf A8

Von dpa/lsw

Stuttgart 

Ein Sattelzug kommt von der Fahrbahn ab und landet in einer Baugrube des Bahnprojekts Stuttgart 21. Die Bergung ist aufwendig, sogar Höhenretter rücken an.

Laster kracht auf A8 bei Stuttgart in Tunnelbaustelle
Ein Laster ist auf der A8 bei Stuttgart in eine Tunnelbaustelle gekracht. Foto: Kohls/SDMG/dpa   Foto: Kohls (SDMG)

Ein Lastwagen ist in eine Baugrube bei einer Stuttgart-21-Tunnelbaustelle gekracht und hat den Verkehr auf der Autobahn 8 stundenlang lahmgelegt.Der 40 Jahre alte Lkw-Fahrer wurde schwer verletzt. Er war mitten in der Nacht bei Stuttgart in Richtung München nahe des Rasthofs Denkendorf von der Fahrbahn abgekommen, wie die Polizei mitteilte.

In einer Linkskurve fuhr er geradeaus, durchbrach die Absperrung der Baustelle sowie eine Betonverschalung und geriet in die Grube. Die Autobahn war für mehrere Stunden in Richtung Süden unbefahrbar. Der Schaden allein an dem 40-Tonner wurde auf 110 000 Euro geschätzt.

Rettung gestaltete sich als äußerst schwierig

Warum der Sattelschlepper von der Fahrbahn abkam, war zunächst unklar. Er verkeilte sich nach Angaben der Feuerwehr vom Mittwoch zwischen der Stützmauer und dem darunterliegenden Bauschacht. Der Fahrer wurde eingeklemmt, war aber ansprechbar. Die Rettung des Mannes gestaltete sich den Angaben zufolge äußerst schwierig.

Einsatzkräfte brachten zwei Kräne in Stellung, die das Gespann absicherten. Höhenrettungs-Spezialisten der Feuerwehr seilten sich zum Führerhaus ab, das mehrere Meter über dem Schacht hing, und befreiten den Verletzten. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Erst am Nachmittag war die Autobahn wieder frei

Der Sattelzug konnte erst Stunden später gegen Mittag geborgen werden. Ein Gutachter prüfte, ob eine Stützmauer an der Baustelle bei dem Unfall derart beschädigt wurde, dass Erdreich in den Tunnel gelangen könnte. Wäre das der Fall, könnte die Stabilität der Autobahn beeinträchtigt sein. Am Nachmittag gab es dann Entwarnung.

Die Fahrbahn in Richtung München blieb zunächst gesperrt, der Verkehr wurde seit dem Morgen an der Anschlussstelle Esslingen umgeleitet. Erst am Nachmittag konnten wieder Fahrzeuge über den Abschnitt rollen.