Ex-Falkenspieler Eberhardt jagt einen Einbrecher

Von Tobias Wieland

Waiblingen  Bis zur vergangenen Saison lief Markus Eberhardt im Trikot der Heilbronner Falken auf. Jetzt fiel der Eishockeyprofi abseits des Eises auf: Er überwältigte einen flüchtenden Einbrecher und half damit der Polizei.

Kriminaloberrat Martin Lühning (rechts) dankte am Mittwoch Markus Eberhardt für seinen mutigen Einsatz. Er überreichte ein Dankschreiben des Polizeipräsidenten Roland Eisele sowie ein kleines Geschenk. Foto: Polizeipräsidium Aalen

"Der Eishockeyprofi Markus Eberhardt fackelte am 2. Juli 2019 nicht lange, als er in Waiblingen die Flucht von zwei Männern vor der Polizei beobachtete. Er verfolgte einen Mann und überwältigte diesen nach kurzer Verfolgung", so beginnt eine Pressemitteilung der Polizei Aalen von Donnerstagmittag. 

Demnach hatte eine Zivilstreife der Polizei in der Korber Straße in Waiblingen zwei verdächtige Männer entdeckt, die zuvor in ein Wohnhaus eingebrochen sein sollen. Laut Mitteilung wurden die beiden an einer Kreuzung aufgefordert, aus dem Wagen auszusteigen. Dabei gelang ihnen die Flucht. Ihr Pech, dass zu diesem Zeitpunkt Markus "Beppi" Eberhardt an einer Ampel wartend das Geschehen verfolgte. 

Eberhardt schilderte die Szenerie in einem Facebook-Video

"Ich habe nicht lange überlegt, bin aus dem Auto gestiegen und wollte der Polizei helfen", sagt der 25-Jährige in einem Video auf der Facebookseite der Polizei Aalen. Einer der mutmaßlichen Einbrecher flüchtete in Eberhardts Richtung. "Den Mann, der direkt auf mich zurannte, habe ich zu Boden gerissen", sagt der in Heilbronn zum Verteidiger umgeschulte Eberhardt. Dem Flüchtenden gelang es jedoch, sich loszureißen. "Dann hatten wir eine kleine Verfolgungsjagd." 

Der Eishockeyprofi ließ nicht locker und verfolgte den mutmaßlichen Einbrecher, der "nach kurzer Zeit ein bisschen langsamer" wurde. Eberhardt holte den Mann ein, hielt ihn fest - und kurz darauf kam ein Kriminalbeamter hinzu, der den Tatverdächtigen festnahm. 

Eberhardts Schilderungen des Geschehens im Facebook-Video enden mit dem saloppen Satz: "So war das." Für so viel Einsatz abseits des Eises erhielt der 25-Jährige, der künftig für Bad Tölz aufläuft, laut Polizei-Mitteilung ein Dankesschreiben sowie ein kleines Geschenk. 

Auch der zweite Flüchtende hatte kein Glück, er wurde kurze Zeit später von der Kriminalpolizei geschnappt. Laut Polizei sollen die Tatverdächtigen mehrere Einbrüche begangen haben.