Ein Toter und vier Verletzte bei Unfall

Neckartenzlingen 

Ein Auto gerät plötzlich auf die Gegenfahrbahn - und stößt mit anderen Fahrzeuge zusammen. Am Ende ist ein Mensch tot, vier weitere sind verletzt - darunter drei Kinder. Nun beginnt die Suche nach der Ursache.

Feuerwehrleute arbeiten auf der Bundesstraße 312 an einer Unfallstelle, an der ein Pkw mit einem Kleinbus frontal zusammengestoßen war. Bei dem Unfall wurde ein Mensch getötet, weitere Beteiligte wurden verletzt, darunter auch Kinder. Foto: dpa

Nach einem tödlichen Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 312 bei Neckartenzlingen (Kreis Esslingen) mit einem Toten und vier Verletzen ermittelt die Polizei wie es zu dem Unfall kommen konnte. Wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag mitteilte, sei bislang völlig unklar, warum ein 61 Jahre alter Autofahrer am Samstagmittag auf gerader Strecke mit seinem Wagen in den Gegenverkehr geraten und dort mit mehreren Fahrzeugen zusammengestoßen war.

Ein 68 Jahre alter Autofahrer auf der Gegenfahrbahn konnte dem Unfallwagen zunächst noch ausweichen. Der Wagen eines darauffolgenden 27-Jährigen wurde von dem entgegenkommenden Wagen am Heck gestreift und um die eigene Achse geschleudert. Beide Autofahrer blieben unverletzt. Die 40 Jahre alte Fahrerin eines Wohnmobils konnte dem 61-Jährigen jedoch nicht mehr ausweichen. Beide Fahrzeuge stießen frontal zusammen und fingen Feuer. Ein weiteres, herannahendes Fahrzeug fuhr in die Unfallstelle auf.

Bei dem Zusammenprall wurde der 61 Jahre alte Autofahrer so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Seine sechs Jahre alte Enkelin, die mit ihm im Wagen saß, wurde schwer verletzt. Auch die Fahrerin des Wohnwagens und ihre beiden Kinder, ein dreijähriges Mädchen und ein eineinhalb Jahre alter Junge, trugen schwere Verletzungen davon. Rettungskräfte brachten die Verletzten in Kliniken.

Nach Angaben der Feuerwehr konnte der 27 Jahre alte Autofahrer als Ersthelfer mehrere Insassen aus den ineinanderverkeilten Fahrzeugen befreien, bevor diese komplett ausbrannten. Dabei soll er sich selbst schwer verletzt haben. Ein Sprecher der Polizei konnte dies am Sonntag zunächst nicht bestätigen.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart beauftragte einen Gutachter, der den Unfallhergang nun untersuchen soll. Ein Polizeihubschrauber unterstützte Spezialisten des Verkehrskommissariates Esslingen bei der Unfallaufnahme und machte Luftbilder von der Unfallstelle an.

Zahlreiche Rettungskräfte waren bei dem Verkehrsunfall im Einsatz, darunter sechs Notärzte und die Feuerwehren Neckartenzlingen und Neckartailfingen. Für die Dauer der Bergungsarbeiten war die Bundesstraße komplett gesperrt. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf rund 40 000 Euro.