287 Fahrverbote nach Blitzermarathon

Stuttgart/Region  Bei Raserkontrollen am Mittwoch hat die Polizei in Baden-Württemberg mehr als 192.000 Fahrzeuge kontrolliert. 287 Fahrer müssen mit einem Fahrverbot rechnen - davon 41 im Gebiet des Polizeipräsidiums Heilbronn.

Von dpa und unserer Redaktion
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Mit einem Lasergerät kontrollierte die Polizei beim letzten Blitzermarathon auf der L1105 zwischen Leingarten und Nordheim. Foto: Archiv/Berger

Diese Bilanz des 24 Stunden dauernden „Speedmarathons“ hat das Innenministerium am Donnerstag in Stuttgart veröffentlicht. Landesweit waren 1200 Polizeibeamte im Einsatz. An rund 410 Messstellen wurden Raser ins Visier genommen.

Die Polizei setzte neben mobilen Geschwindigkeitsmessgeräten sowie zivilen Video-Fahrzeugen auch elf Blitzanhänger - sogenannte Enforcement Trailer - ein.

Heilbronner Polizei kontrolliert rund 35.000 Fahrzeuge 

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Heilbronn wurden in der Region mehr als 35.000 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei stellten die Beamten über 1.300 Geschwindigkeitsverstöße fest. 41 Fahrer waren so schnell unterwegs, dass sie nun nicht nur mit Busgeldern und Punkten rechnen, sondern auch Ihre Führerscheine abgeben müssen. Die Spitzenreiter waren dabei drei Autofahrer, die mit jeweils über 70 km/h zu viel auf dem Tacho unterwegs waren.

Neben den Geschwindigkeitsverstößen ahndeten die Polizisten auch zwei Fahrten unter Drogeneinfluss sowie 18 Verstöße gegen das Handy-Verbot und 15 gegen die Gurtpflicht.

Hauptunfallursache Nummer eins

Raserei sei nach wie vor die Hauptunfallursache Nummer eins für tödliche Verkehrsunfälle, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Im vergangenen Jahr hätten 131 Menschen ihr Leben verloren, weil Fahrer zu schnell unterwegs gewesen seien. Damit sei jeder dritte tödliche Verkehrsunfall im vergangenen Jahr auf überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen (40 Prozent). „Wir setzen auf intelligente Verkehrsüberwachung und auf gar keinen Fall auf Abzocke - denn es geht darum, Menschenleben im Straßenverkehr zu schützen“, erklärte Strobl.

Der Blitzermarathon wird auf europäischer Ebene koordiniert. Beteiligt waren etwa Thüringen, Bayern, Hessen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz. Auch jenseits der deutschen Grenzen in anderen Ländern Europas wurde verstärkt geblitzt.