Weinsberg
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Schockanruf von falschem Polizeibeamten - Frau um hohen Geldbetrag betrogen

Unbekannte haben einer 60-Jährigen am Mittwoch (3. August) eine Notlage ihrer Tochter vorgetäuscht und die Frau dazu gebracht, einen Bargeldbetrag in Höhe von 5400 Euro und Goldschmuck im Wert von etwa 45.000 Euro zu übergeben.

von unserer Redaktion
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Lesezeit 1 Min
Rentnerin am Telefon
Eine alte Frau telefoniert. Telefonbetrüger überrumpeln gern mit falschen Geschichten und ergaunern viel Geld. (Symbolbild)  Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Gegen 16 Uhr klingelte das Telefon einer 60-Jährigen aus Weinsberg. Es meldete sich eine weinende Frau, die sich als Tochter der Angerufenen ausgab und behauptete, einen Unfall verursacht zu haben. Das Gespräch wurde von einer Frau übernommen, die vorgab, Bundespolizistin zu sein, und der 60-Jährigen erklärte, dass bei dem Unfall eine Person ums Leben gekommen sei und sie zur Freilassung ihrer Tochter als Kaution einen Geldbetrag im mittleren fünfstelligen Bereich hinterlegen müsse. Die Angerufene begab sich auf Anweisung der falschen Polizeibeamtin nach Stuttgart und übergab dort Bargeld und Goldschmuck an einen vermeintlichen Verantwortlichen des Stuttgarter Amtsgerichts.

Die Kriminalpolizei Heilbronn hat nun die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die die Übergabe der Wertgegenstände gegen 18.30 Uhr bei der Kirche St. Georg in der Heilbronner Straße in Stuttgart beobachten konnten, werden gebeten sich unter der Telefonnummer 07131/104-4444, zu melden.

Um sich vor der Betrugsmasche "Falsche Polizeibeamte" zu schützen, raten das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und das Polizeipräsidium Heilbronn:

  • Die Polizei ruft Sie niemals unter dem Polizeinotruf 110 an.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie den Hörer auf, so werden Sie Betrüger los.
  • Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach -schnellen Entscheidungen, -Kontaktaufnahme mit Fremden sowie -der Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen.
  • Wählen Sie die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern landen.
  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie 
    vertrauen.
  • Kontaktieren sie ihre Familie oder Personen unter den Ihnen 
    bekannten Rufnummern.

Weitere Informationen und Präventionstipps bietet die Polizei hier an.

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