Neudenau
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Unfall am Bahnübergang in Neudenau: Bahn prallt gegen Lkw

Beim Bahnübergang in Neudenau-Herbolzheim ist es am Donnerstagvormittag zu einem Unfall gekommen. Ein Lkw verpasst die Schließung der Schranke und ein herannahender Zug kracht in den haltenden Lkw.

Heike Kinkopf
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Lesezeit 2 Min
Unfall in Neudenau: Ein Lkw verpasst die Schließung der Schranke und ein herannahender Zug kracht in den haltenden Lkw.

Unfall am Bahnübergang in Neudenau: Bahn prallt gegen Lkw | Neudenau | 23.06.2022 | 4 Bilder | Foto: Heike Kinkopf

Unfall in Neudenau: Ein Lkw verpasst die Schließung der Schranke und ein herannahender Zug kracht in den haltenden Lkw.

Unfall am Bahnübergang in Neudenau: Bahn prallt gegen Lkw | Neudenau | 23.06.2022 | 4 Bilder | Foto: Heike Kinkopf

Unfall in Neudenau: Ein Lkw verpasst die Schließung der Schranke und ein herannahender Zug kracht in den haltenden Lkw.

Unfall am Bahnübergang in Neudenau: Bahn prallt gegen Lkw | Neudenau | 23.06.2022 | 4 Bilder | Foto: Heike Kinkopf

Unfall in Neudenau: Ein Lkw verpasst die Schließung der Schranke und ein herannahender Zug kracht in den haltenden Lkw.

Unfall am Bahnübergang in Neudenau: Bahn prallt gegen Lkw | Neudenau | 23.06.2022 | 4 Bilder | Foto: Heike Kinkopf

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wollte ein Lkw gegen 10.10 Uhr beladen mit Schotter den Bahnübergang in Herbolzheim überqueren. Der Lkw kam von einer Baustelle, die in dem Bereich der Gernstraße eingerichtet ist, und wollte auf die andere Seite der Gleise fahren.

Wie die Polizei mitteilte, lief ein Arbeitskollege des 32-jährigen Lkw-Fahrers über die Gleise voraus. Als er sah, dass die Ampel für die Schließung der Schranke auf Rot schaltete, gab er dem Lkw-Fahrer Handzeichen, er solle zurücksetzen. Die Zeit reichte nicht mehr. Die Schranke krachte auf den Lkw. Wohl aus Furcht, die Schranke abzureißen, so die Polizei, ließ der Fahrer den Lastwagen stehen. Ein herannahender Zug prallte trotz Vollbremsung gegen das haltende Fahrzeug. Die etwa 115 Fahrgäste und der Lkw-Fahrer blieben unverletzt. Wie lange die Ampel rot zeigte, bevor sich die Schranke herabsenkte, dazu machte eine Sprecherin der Bahn mit Hinweis auf mögliche Ermittlungen keine Angaben.

DRK-Helfer versorgen Passagiere  

Die Feuerwehr aus Neudenau war vor Ort, weil ihr ein Unfall mit eingeklemmten Fahrer gemeldet wurde. Dies stellte sich vor Ort als Fehlinformation heraus, sagte Kommandant Sven Reinhardt. Die Einsatzkräfte halfen den Passagieren aus dem Zug und begleiteten diese in die Herbolzheimer Festhalle in unmittelbarer Nähe. 

Freiwillige Helfer des DRK kümmerten sich um die Passagiere. Die Hauptaufgabe bestehe darin, sie mit Wasser und Kaffee zu versorgen, erklärte Einsatzleiter Philipp Müller, zuständig für die Betreuung der mehr als Hundert Fahrgäste. Diese saßen draußen auf Stühlen im Schatten und warteten, dass sie von einem Transportunternehmen abgeholt werden. 20 ehrenamtliche DRK-Helfer aus Neudenau, Möckmühl, Bad Friedrichshall und Bad Wimpfen standen ihnen zur Seite. Zwei DRK-Lkw mit allen Dingen, die bei solch einem Einsatz benötigt werden, waren an der Unfallstelle. Außerdem kam ein Wagen aus Beilstein mit weiteren Getränken, sagte Müller. Einsatzleiterin Nina Vogt organisierte den Rettungsdienst. Zehn Mitarbeiter inklusive zweier Notärzte waren anwesend.  

Zugverkehr liegt lahm

Die Polizei korrigierte die erste Schätzung des Sachschadens an Bahn und Lkw nach oben auf nun etwa 350.000 Euro. Der Zugverkehr zwischen Möckmühl und Bad Friedrichshall wurde unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr wurde nach Angaben von Wolfgang Gütter, Notfallmanager der Bahn, eingerichtet. Er rechnete damit, dass die Strecke im Laufe des Donnerstagnachmittags wieder für Zugreisende frei gegeben wird. Ihm zufolge seien Rotlicht und Schließung der Schranken an den Bahnübergängen individuell geregelt. Der Lkw habe sich an die vorgesehenen Schließzeiten zu halten. Der Bahnverkehr nahm gegen 14.30 Uhr wieder Fahrt auf. 

Bahnreisende entnervt

Lieselotte Hartmann aus Heilbronn gehörte zu den Fahrgästen. Die Heilbronnerin war mit anderen auf dem Weg nach Würzburg, "eine Ausflugsgruppe", sagte sie. Gestrandet in Herbolzheim, habe man sich gut um die Passagiere gekümmert. Dann seien sie gegen 12.45 Uhr in Bussen nach Möckmühl gefahren worden mit der Auskunft, dort warte ein Zug auf sie. Dort angekommen, stellte sich heraus: kein Zug, keine Durchsagen. "Da war niemand", erzählte sie. Zwei Stunden haben sie und weitere Reisende gewartet - der Hitze ausgesetzt, ohne Getränke. Gegen 14.45 Uhr sei der Zug dann eingefahren.

 

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