Kraichtal
Lesezeichen setzen Merken

Vier Tote bei Brand in Kraichtal

Beim Brand eines Einfamilienhauses in Kraichtal-Unteröwisheim sind am Dienstagmittag eine 41-jährige Frau und ihre drei Kinder, zwei im Alter von sechs und eines im Alter von acht Jahren, ums Leben gekommen.

Von unserer Redaktion
  |    | 
Lesezeit 1 Min
Brand in Kraichtal
Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen einen Brand in einem Einfamilienhaus im Kreis Karlsruhe.  Foto: Einsatz-Report24/dpa

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Karlsruhe nahmen Zeugen gegen 13.10 Uhr einen lauten Knall wahr. Bereits kurz darauf stand das Dachgeschoss des Hinterhauses in der Eisenbahnstraße in Flammen. Ein Ersthelfer versuchte daraufhin das Feuer zu bekämpfen und erlitt hierbei schwere Brandverletzungen. Er wurde von einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehr war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort und brachte das Feuer schließlich unter Kontrolle. Noch während der Löscharbeiten fanden Feuerwehrleute im Dachgeschoss des Hauses eine Frau und zwei ihrer Kinder tot auf. Ein weiteres Kind galt zunächst als vermisst. Bei der Suche im Brandobjekt nach Abschluss der Löschmaßnahmen konnte auch das dritte Kind nur noch tot geborgen werden.

Brandursache noch unklar

Die Polizei konnte am Abend noch keine Angaben zur Brandursache machen. Von einem technischen Defekt bis hin zu einer vorsätzlichen Brandlegung sei aktuell nichts auszuschließen, heißt es in der Polizeimeldung. Brandermittler des Kriminalkommissariats Bruchsal haben mit Unterstützung von Kriminaltechnikern die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

Der entstandene Sachschaden an dem älteren Gebäude beläuft sich auf mehrere Zehntausend Euro.

Neben den rund 100 Einsatzkräften der Feuerwehr mit neun Abteilungen aus Kraichtal, Bad Schönborn und Oberderdingen waren rund 25 Rettungskräfte im Einsatz. Darunter drei Rettungswagenbesatzungen, zwei Notarztfahrzeuge, die DRK-Ortsbereitschaft und drei Rettungshubschrauber. Seitens der Polizei waren unter anderem mit Suchkräften insgesamt 30 Beamtinnen und Beamte vor Ort. Zur Fertigung von Luftaufnahmen des Brandobjekts war eine Drohne der Polizei sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

  Nach oben