Schwerer Auffahrunfall auf der A6 - Weiterer Unfall am Dienstagnachmittag

Bad Rappenau/Sinsheim  Am Dienstagnachmittag haben sich gleich zwei schwere Unfälle auf der Autobahn 6 zwischen den Anschlussstellen Sinsheim und Bad Rappenau in Fahrtrichtung Heilbronn ereignet. Ein Mann erlitt tödliche Verletzungen.

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Zu einem Auffahrunfall war es am Dienstagnachmittag zwischen den beiden Lastwagen gekommen. Foto: Kinkopf

Zu einem Auffahrunfall ist es am Dienstag gegen 14 Uhr auf der A6 in Fahrtrichtung Heilbronn gekommen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei übersah der Fahrer eines Autotransporters ein Stauende zwischen den Anschlussstellen Sinsheim und Bad Rappenau. Er bremste stark ab. Ein hinter dem Transporter fahrender Sattelzug erkannte dies offensichtlich zu spät und konnte nicht mehr bis zum Stillstand abbremsen. Die Fahrerin versuchte noch, nach rechts auszuweichen, prallte dabei jedoch mit der linken Seite ihres Führerhauses gegen das Heck des Transporters. Die Frau wurde schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber brachte sie in eine Klinik. Der Fahrer des Autotransporters kam vorsorglich zur Untersuchung in ein Krankenhaus. 

Der Verkehr wurde während der Unfallaufnahme über die linke Fahrspur an der Unfallstelle vorbeigeführt. Für den Rettungshubschraubereinsatz und die Bergung der Unfallfahrzeuge war die Autobahn voll gesperrt. Die Höhe des Sachschadens ist laut Polizei noch ungeklärt.

Weiterer Unfall auf der A6

Auf dem selben Streckenabschnitt kam es dann wenig später zu einem tödlichen Unfall. Gegen 15.45 war der Fahrer eines Klein-Lkw zwischen den Anschlussstellen Sinsheim-Steinsfurt und Bad Rappenau in Richtung Heilbronn unterwegs und erkannte ebenso ein Stauende zu spät. Er fuhr auf einen stehenden Gefahrgut-Lkw auf. Der Fahrer des Klein-Lkw erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Der Gefahrguttransporter wurde beschädigt, der Polizei zufolge trat Schweißgas aus, das von der Feuerwehr mit einem Sprühnebel gebunden wurde. Eine Gefahr für Anwohner bestand nach Angaben der Polizei nicht. Der Einsatzleiter von der Sinsheimer Feuerwehr, Michael Hess, rechnete damit, dass die Vollsperrung der A6 bis mindestens 19.30 Uhr andauern wird. Hess zufolge waren durch den Zusammenstoß drei Lecks entstanden, über die Argon austrat. Atmen Menschen das Gas ein, könne das Kreislaufprobleme oder Übelkeit verursachen, sagte Hess. Es gelinge nicht, alle Lecks zu verschließen. „Deshalb werden wir das Gas kontrolliert entweichen lassen.“  Erst danach könne die Polizei mit der Unfallaufnahme beginnen. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Steinsfurt abgeleitet.

 

Heike Kinkopf

Heike Kinkopf

Reporterin

Heike Kinkopf ist Redakteurin im Reporterteam der Heilbronner Stimme. Diese Einheit berichtet über das tagesaktuelle Geschehen in der Region und kümmert sich um investigative Recherchen.