Sinsheim-Ehrstädt: Verunglückter Pilot war erst 20 Jahre alt

Sinsheim  Beim Todesopfer des Flugzeugabsturzes am Sonntagmittag bei Sinsheim-Ehrstädt handelt es sich um einen 20-jährigen Mann. Das teilte die Polizei Mannheim am Montag mit.

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Der Mann war mit einem Ultraleichtflugzeug des Typs Evektor-Aerotechnik um 12.40 Uhr in Münsingen-Eisberg auf der Schwäbischen Alb gestartet.

Die Ursache für den Absturz gegen 13.20 Uhr auf eine Obstbaumwiese bei Ehrstädt ist nach Angaben der Polizei noch völlig unklar. Einen Medienbericht, wonach das Flugzeug bei angeblichem Tiefflug an einem Strommasten hängengeblieben sein soll, wies Polizeisprecher Stefan Wilhelm als falsch zurück. Die Obduktion des Leichnams soll nun Hinweise für die Unglücksursache liefern.

Suche nach Trümmerteilen

Die Bergungsarbeiten dauerten am Sonntag bis in den späten Abend an. Spezialisten des Landeskriminalamts Baden Württemberg hätten zunächst eine Sprengkapsel des Sicherheitssystems des Ultraleichtflugzeuges unschädlich machen müssen. "Die Sprengkapsel hatte bei dem Unfall nicht ausgelöst", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Am Montag suchten Einsatzkräfte der Heidelberger Polizei erneut das Umfeld der Absturzstelle nach Trümmerteilen ab.

Im August 1978 war es in Ehrstädt schon einmal zu einem Flugzzeugunglück gekommen. Damals stürzte eine einmotorige Piper wegen Treibstoffmangels ab - beim Eulenhof, keine 500 Meter vom aktuellen Unfallort entfernt. Der Pilot war ebenfalls ums Leben gekommen. 

Adrian Hoffmann

Adrian Hoffmann

Reporter

Adrian Hoffmann gehört dem Reporterteam der Heilbronner Stimme an, das vor allem über Blaulicht-Themen und tagesaktuelles Geschehen in der Region berichtet.