Sinsheim/Dornstadt
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Geldautomat in Sinsheim gesprengt: Über 20 Streifenwagen im Einsatz

Nach der Sprengung von einem Geldautomaten in Sinsheim und einem weiteren in Dornstadt sind in beiden Fällen die Straftäter trotz großangelegter Fahndung entkommen. Die Polizei sucht Zeugen.

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In Sinsheim im Rhein-Neckar-Kreis waren Beamte mit mehr als 20 Streifenwagen auf der Suche nach den Tätern, die am frühen Donnerstagmorgen das Gerät einer Bankfiliale gewaltsam geöffnet und 70.000 Euro erbeutet hatten. Die Schäden an Automat und Innenraum der Bank werden auf 80.000 Euro veranschlagt, teilte die Polizei am Freitag weiter mit. 

Polizei sucht Zeugen

Nach ersten Erkenntnissen sollen mehrere Täter nach der Sprengung gegen 2.15 Uhr, in einem dunklen Mercedes in Richtung Autobahn geflohen sein. In die Ringalarmfahndung eingebunden waren auch Fahndungskräfte der Polizeipräsidien Heilbronn, Ludwigsburg und Karlsruhe.

Die Zentrale Kriminaltechnik der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg führte die Spurensicherung am Tatort durch. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts Stuttgart sind in die weiteren Ermittlungen und Auswertung der Spuren eingebunden.

Der Geldautomat wurde bei der Sprengung vollständig zerstört. Auch der Innenraum der Bank ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach den bisherigen Erkenntnissen entstand ein Gesamtschaden von mehr als 150.000 Euro. Davon entfielen rund 70.000 Euro auf den Diebstahlsschaden.

Um die Fahnder entscheidende Schritte voranzubringen, werden weitere Zeugen gebeten, sich zu melden. Wichtig sind hierbei alle Hinweisgeber, die nicht nur unmittelbar vor oder nach der Tat, sondern auch schon in den Tagen zuvor, verdächtige Wahrnehmungen zu Personen und Fahrzeugen gemacht haben, diesen Wahrnehmungen bislang jedoch keine besondere Bedeutung schenkten.

Diese Zeugen werden gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst, Telefon 0621/174-4444, dem Polizeirevier Sinsheim, Telefon 07261/690-0 oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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Auch in Dornstadt wurde ein Geldautomat gesprengt

Auch in Dornstadt (Alb-Donau-Kreis), wo am frühen Freitagmorgen zugeschlagen wurde, blieb eine sofortige umfangreiche Fahndung erfolglos. Die Ermittler fanden um den Tatort ein Trümmerfeld von mindestens 50 Metern vor. Auch einzelne Geldscheine lagen noch dort. Neben der Identität der Täter sind die Höhe des Sachschadens und die Art des verwendeten Sprengmittels Teil der weiteren Ermittlungen.

Im Südwesten wurden 41 Automatensprengungen im Jahr 2020 registriert, davon schlugen 25 fehl. Das ist der höchste Wert seit 2017. Damals waren es noch 18 Fälle, davon 8 Versuche. Die Aufklärungsquote beträgt nach Angaben des Landeskriminalamtes 36,6 Prozent. Im vergangenen Jahr fiel die Zahl mit 23 geringer als 2020 aus - vermutlich wegen der Corona-Einschränkungen.

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