Notbremsung rettet Kind in Bahngleis das Leben

Eppingen  In Eppingen ist ein Junge möglicherweise vor einen einlaufenden Zug geschubst worden. Der Vorfall hat sich nach Polizeiangaben am Dienstag gegen 13.30 Uhr am Bahnsteig 22 ereignet. Die Zugführerin konnte das Schienenfahrzeug nur mit Hilfe einer Notbremsung kurz vor dem Jungen zum Stillstand bringen.

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Das etwa zehn Jahre alte Kind sei danach unverletzt in den Zug eingestiegen. Dort nahm die Zugführerin mit dem Jungen Kontakt auf, ohne jedoch die Personalien festzustellen. Der Junge gab gegenüber der Lokführerin an, auf das Gleis geschubst worden zu sein. Die Lokführerin hatte auf dem Bahnsteig unmittelbar zuvor eine Traube voller Menschen registriert. Einen Täter konnte sie in der Gruppe nicht identifizieren.

Polizei sucht Zeugen

Obwohl sich offenbar mehre Menschen zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Bahnsteig befanden, alarmierte niemand die Polizei. Die Beamten erfuhren erst indirekt, durch das Notfallmanagement der Deutschen Bahn AG, von dem Vorfall. Nun sucht die Polizei nach dem Jungen und nach Zeugen, die nähere Angaben zu Personen und Tathergang machen können.

Eine Aussage der Lokführerin gegenüber der Polizei lag den Ermittlern am Mittwoch noch nicht vor. Unklar ist auch, ob sich in dem Zug weiteres Personal oder Fahrgäste befunden haben. „Wir werten das als sehr ernst, wenn das Kind tatsächlich geschubst wurde, ist das kein Kavaliersdelikt“, so ein Polizeisprecher. Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Heilbronn unter Telefon 07131 104 4444 zu melden. 

 


Jörg Kühl

Jörg Kühl

Autor

Jörg Kühl arbeitet seit 2020 als Redakteur der Heilbronner Stimme.