13-Jähriger bei Sinsheim tot aufgefunden - Tatverdächtiger festgenommen

Sinsheim-Eschelbach  Nachdem am Mittwoch die Leiche eines Jungen bei Sinsheim gefunden wurde, ermittelt die Polizei gemeinsam mit dem Dezernat Kapitalverbrechen. Sie verdächtigt einen 14-Jährigen, der sich in der Nähe des Tatorts aufgehalten haben soll und der Polizei bereits bekannt ist.

Von unserer Redaktion
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UPDATE (Freitag, 26. Februar, 18 Uhr): Nach der Messerattacke in Sinsheim bestreitet der Verdächtige die Tat

UPDATE
(Freitag, 26. Februar, 14:30 Uhr): Bundesinnenminister spricht sich angesichts des Tötungsdelikts für mehr Präventionsarbeit aus

UPDATE (Donnerstag, 25.02., 12.40 Uhr): Der tatverdächtige 14-Jährige ist bereits für ein anderes schweres Delikt bekannt. Unterdessen herrscht nach dem Tod des 13-Jährigen in Sinsheim-Eschelbach Bestürzung im Ort.


In diesem Waldstück soll sich die Tat ereignet haben. Foto: Jürgen Kümmerle

Der tote Junge wurde am Mittwochnachmittag am Waldrand in einem Feldgebiet bei Sinsheim-Eschelbach aufgefunden. In unmittelbarer Nähe des Tatorts wurde ein 14-Jähriger festgenommen, teilt die Polizei mit. Er steht im Verdacht, den 13-Jährigen getötet zu haben.

Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Luftaufnahmen, die ein Polizeihubschrauber anfertigte, sollen den Ermittlern eine Übersicht über den Tatort verschaffen wollen.

Die Spurensicherung vor Ort ist noch nicht abgeschlossen, teilte die Polizei am Donnerstagvormittag mit. Die Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen mit einem Messer aus. Die Hintergründe der Tat sind weiterhin offen. Am Nachmittag soll eine Obduktion weitere Erkenntnisse zum Tathergang erbringen.

Neben der Spurenauswertung ermittelt die Polizei derzeit im persönlichen Umfeld des mutmaßlichen Täters und des Opfers. Es wird davon ausgegangen, dass sich beide kannten.

Der Tatverdächtige ist bislang mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen einer schweren Gewalttat, zu deren Zeitpunkt er allerdings noch nicht strafmündig war. er soll am Donnerstagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Heidelberg, dem Dezernat Kapitalverbrechen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg mit Unterstützung des Jugenddezernats und der Kriminaltechnik geführt.