Taucher suchen vermisste Person im Weißlensburger See

Bretzfeld  Taucher, Feuerwehr und Polizei waren am Mittwochnachmittag am Weißlensburger Steinbruchsee im Einsatz. Gesucht wurde nach einer vermissten Person - bis zum Abend ohne Erfolg. Am Donnerstag soll die Suche weitergehen.

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Rettungswagen, Notarzt, Polizei, Feuerwehr mit Tauchern und Drohne - das Aufgebot an Rettungskräften am Weißlensburger See am Mittwoch ist groß. Nachdem ein Polizeihubschrauber Kleidung eines Mannes auf den 25 Meter hohen Felsen am Rand des Sees gesichtet hatte, wurde die Rettungskette in Gang gesetzt, um eine möglicherweise ertrunkene Person zu suchen.

Lange stand der Hubschrauber über dem See, der direkt an der Landkreisgrenze Heilbronn-Hohenlohe liegt. Das ist auch der Grund, warum die DLRG Michelbach zusammen mit der Feuerwehr Langenbrettach, Polizeikräften aus Öhringen, dem Rettungsdienst Öhringen und Feuerwehrleuten aus Heilbronn und Öhringen im Einsatz sind. Die Berufsfeuerwehr Heilbronn hat Taucher dabei. Grenzüberschreitende Kooperation. Doch trotz der vielen Einsatzkräfte und der zwei Boote auf dem Wasser wird der Einsatz kurz nach 18 Uhr abgebrochen. Die Taucher der Feuerwehr Heilbronn holen die Boote aus dem Wasser. Notarzt und Rettungsdienst, die solange vor Ort waren, wie die Taucher im Wasser, fahren ebenfalls zurück. Nun ist es Sache der Polizei, eventuell am heutigen Donnerstag die Suche fortzusetzen, erklärt Frank Zimmermann, Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Heilbronn, die mit zehn Mann, davon vier Tauchern, vor Ort war.

Tiefes Gewässer

An zwei Stellen hat das Echolot etwas angezeigt, das die Taucher veranlasst hat, ins Wasser zu gehen. Sie tauchen an der Leine vor den 25 Meter hohen Felswänden des Weißlensburger Steinbruchs.

Sechs bis 13 Meter ist an dieser Stelle das Wasser tief. Die Taucher kennen den See. Sie trainieren hier immer wieder. Und obwohl die Sicht mit zwei bis drei Metern recht gut sei, gestaltet sich die Suche in dem großem Gewässer nicht ganz so einfach. Auf dem Grund des Sees stehen zum Teil noch immer Anlagen aus der Zeit, als der See als Steinbruch genutzt wurde, weiß Volker Lumpp, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Langenbrettach. Heute suchen Polizeitaucher weiter.

Zwei Boote fahren den See ab. Unterstützt von der DLRG Michelbach gehen die vier Taucher der Berufsfeuerwehr Heilbronn ins Wasser. Sie tauchen an der Leine.


Yvonne Tscherwitschke

Yvonne Tscherwitschke

stv. Redaktionsleiterin Hohenloher Zeitung

Yvonne Tscherwitschke ist seit 1994 bei der Heilbronner Stimme. Als gebürtige Hohenloherin weiß sie, welche Geschichten die Hohenloher interessieren.