Regenglatte Fahrbahn fordert ein Todesopfer

Ilshofen  Ilshofen - Der Fahrer eines Kleintransporters ist in der Nacht zum Sonntag bei einem Unfall ums Leben gekommen. Der 56-Jährige hatte nahe Ilshofen auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über seinen Wagen verloren.

Von Oliver Färber
Email

Ein Feuerwehrmann steht abseits der Unfallstelle und warnt alle Einsatzkräfte, die noch nachrücken. „Achtung, es ist sehr glatt“, ruft er. Selbst die 50 Stundenkilometer, die wegen des schlechten Straßenbelags der Landesstraße 1042 zwischen Hörlebach und Ilshofen angeordnet sind, seien da seiner Meinung nach zu viel.

Es ist stockdunkel um die Mitternachtszeit in der Nacht auf Sonntag. Der Regen plätschert vom Himmel. Jeder Schritt muss überlegt sein: Die Straße ist vom Niederschlag extrem rutschig. Scheinwerfer der Feuerwehrfahrzeuge sind auf die Einsatzstelle gerichtet und tauchen sie in gleißendes Licht. Das total demolierte Unfallvehikel, ein kleiner roter Lieferwagen von Opel, steht im Mittelpunkt. Dort, wo der Fahrer gesessen hat, ist er besonders stark eingedellt.

Auch der Baum gleich nebenan ist sichtbar lädiert. Genau auf der Höhe des Fahrers war der Wagen dagegen gestoßen. „Der Mann hatte keine Chance, das war direkt am Kopf“, sagt Rolf Dierolf, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ilshofen. Er und seine Mannschaft mussten den 56-Jährigen mit schwerem hydraulischem Gerät aus dem Opel befreien. Da hatte der Unglücksfahrer noch gelebt – allerdings waren seine Verletzungen durch den Aufprall so stark, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Gegen 23.20 Uhr am späten Samstagabend war der 56-Jährige mit dem roten Opel Vivaro zwischen Ilshofen und Hörlebach unterwegs gewesen, schreibt die Polizei später in ihrem Bericht. Der Kleintransporter hatte aufgrund der regennassen Fahrbahn die Kontrolle über seinen Wagen verloren.

Der Van war geschleudert und nach rechts von der L 1042 abgekommen. Ungebremst endete die Fahrt dort am Baum. Die Freiwillige Feuerwehr Ilshofen war mit 18 Kräften und drei Fahrzeugen vor Ort, um den tödlich Verletzten aus seinem Fahrzeug zu schneiden. Und obwohl der Notarzt sehr schnell zur Stelle gewesen sei, konnte der Rettungsdienst des Roten Kreuz nichts mehr für ihn tun.

Die Landesstraße war rund zwei Stunden gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet. Am Opel entstand laut Polizei ein Sachschaden von rund 20.000 Euro.