Familie verliert ihr Haus durch ein Feuer

Von Adrian Hoffmann

Sindringen In Forchtenberg-Sindringen hat Donnerstagabend ein Wohnhaus gebrannt. Verletzt wurde niemand, die Ursache für das Feuer ist noch unklar. Der Schaden liegt wohl bei gut 300.000 Euro.

Brand in Sindringen
In einem Zweifamilienhaus mit Einliegerwohnung ist am Donnerstagabend ein Feuer ausgebrochen. Foto: Adrian Hoffmann   Foto: Adrian Hoffmann

Das komplette Haus im Gaisberg ist in Mitleidenschaft gezogen worden. Durch den Alarm eines Rauchmelders wurde jemand aufmerksam. Im zweistöckigen Haus wohnten eine Familie mit drei Kindern und die Großeltern.

Da das Haus in der Ortsmitte liegt, war am späten Donnerstagabend der halbe Ort auf den Beinen. Familien standen auf den Gehwegen und beobachteten den Einsatz der Feuerwehr.

Nachbarn kümmern sich um die Betroffenen

Der Hausbesitzer, seine Tochter und eine weitere Person hielten sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs außerhalb des Gebäudes auf. Alle anderen Hausbewohner sowie die Bewohner einer benachbarten Mietwohnung wurden rechtzeitig gewarnt und verließen daraufhin die Gebäude.

Das Haus ist nach dem Brand zunächst nicht mehr bewohnbar, berichten Einsatzkräfte. Die betroffene Familie ist nun in der Nachbarschaft untergekommen. Eine angrenzende Mietwohnung war zwar vom Feuer auch betroffen, die Bewohner können dort aber offenbar weiterhin wohnen.

Es sei toll, wie sehr sich die Nachbarn um die Betroffenen kümmerten, sagte Notfallseelsorgerin und Ortspfarrerin Friederike Fritz am Donnerstagabend. Zusammen mit Ute Hebeiss führte sie Gespräche mit Menschen, die das Feuer und seine Folgen umtrieb. In den nächsten Tagen soll nun geklärt werden, wo die Mehrgenerationen-Familie für die nächste Zeit unterkommen kann.

Schaden von mehreren Hunderttausend Euro

Hausbrand in Sindringen
Der Schaden an den Gebäuden wird auf mehr als 300.000 Euro geschätzt. Foto: Adrian Hoffmann   Foto: Adrian Hoffmann

Die freiwilligen Feuerwehren Forchtenberg, Öhringen und Künzelsau waren mit insgesamt 17 Fahrzeugen und 90 Mann im Einsatz. Die Einsatzkräfte konnten das Übergreifen des Feuers auf eine angrenzende Scheune nicht ganz verhindern.

Nachbar Markus Neuling ist froh über das konzentrierte Arbeiten der Polizei. Er habe nicht gedacht, dass ihre Scheune weitgehend verschont bleibe. Als die Feuerwehr eintraf, drohte sich der Brand bereits weiter auszudehnen.

Der Einsatzort war nach Angaben von Kreisbrandmeister Günther Uhlmann nicht ganz einfach zu erreichen, da das Haus nach hinten versetzt in der Straße liegt. Der Schaden an den Gebäuden wird nach ersten Angaben der Polizei auf mehr als 300.000 Euro geschätzt.

Die Nachlöscharbeiten dauerten auch am Freitagmorgen noch an, die Glutnester sind schwer und teilweise nur unter Einsatz von Kettensägen zu erreichen.