A6 bei Öhringen nach tödlichem Unfall stundenlang gesperrt

Von unserer Redaktion

Öhringen  Auf der A 6 ist es am Dienstag gegen 11.45 Uhr auf Höhe von Öhringen-Weinsbach zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Ein Pkw fuhr in einen Lkw. Der Autofahrer war sofort tot. Die Polizei sperrte die Autobahn in Richtung Heilbronn für mehrere Stunden. Die Folge waren lange Staus. 

 

Der 27-jährige Fahrer des VW Tiguan übersah nach Angaben der Polizei vermutlich ein Stauende auf der rechten Spur. Warum der Mann den Stau nicht bemerkte, ist noch unklar. Ungebremst prallte er auf einen Lkw. Der Fahrer des Lasters blieb unverletzt. Die Feuerwehr Öhringen war mit 16 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen ausgerückt. Zudem waren Rettungssanitäter und ein Notarzt vor Ort.

Einsatzleiter Bernd Faska von der Feuerwehr Öhringen sagte an der Unfallstelle, das Auto habe sich beim Aufprall so sehr in den Lkw verkeilt, dass man es mit einer Seilwinde unter dem Sattelzug habe hervorziehen müssen. Um den Leichnam aus dem Auto zu nehmen, habe man die Karosserie mit hydraulischem Gerät freischneiden müssen. Am Wagen entstand Totalschaden. Auch der Lkw war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 100.000 Euro.

Verkehrs-Chaos auch den Umleitungsstrecken

Größere Verkehrsbehinderungen im Zuge der Autobahn-Sperrung hatte die Polizei früh angekündigt. Hinzu kam, dass die Autobahnauffahrt Öhringen wegen einer Baustelle gesperrt ist. Verkehrsteilnehmern wurde empfohlen, auf die Anschlussstelle Bretzfeld auszuweichen. Vor der Ausleitung bei Neuenstein hatte sich ein kilometerlanger Stau gebildet. Auch die Umleitungsstrecken waren überlastet. Ortskundige Autofahrer wurden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Aufgrund des langen Staus war ein Polizeihubschrauber im Einsatz, damit die chaotische Verkehrslage besser gelöst werden konnte

 

Zwei Unfälle bei Braunsbach

Erst kurz zuvor ereigneten sich auf der A6 bei Braunsbach zwei weitere Verkehrsunfälle. Gegen 10.40 Uhr bemerkte ein 48-jähriger Lkw-Fahrer zu spät, dass sich der Verkehr in Fahrtrichtung Heilbronn auf Höhe Kochertalbrücke staute und fuhr auf den vor ihm fahrenden Lkw auf. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls auf den davor fahrenden Autotransporter aufgeschoben. Der Sachschaden beträgt nach einer ersten Schätzung rund 150.000 Euro, verletzt wurde niemand. Zwei der Lkw waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden, weshalb die A6 für kurze Zeit komplett gesperrt wurde. 

Nahezu zur selben Zeit fuhr nur wenige Meter dahinter ein 50-jähriger Lkw-Fahrer auf den vor ihm fahrenden, abbremsenden Lkw auf. Der hierbei entstandene Sachschaden ist mit rund 5000 Euro vergleichsweise gering.

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