Zoll verhindert Einfuhr falscher Atemschutzmasken

Heilbronn 

Email

Beschäftigte des Zollamts Heilbronn verhinderten bereits am 12. Mai die Einfuhr 750.000 minderwertiger Masken, indem sie Zweifeln an deren Schutzklasse nachgingen.

Die Großlieferung in 375 Kartons mit insgesamt 15.000 Boxen von Verpackungseinheiten zu je 50 Stück wurde mit einem Warenwert von fast 200.000 Euro zur Verzollung angemeldet. Der Einführer hatte die Ware in China als hochwertige FFP2-Masken bestellt und dem Zoll als Mundschutzmasken angemeldet. Nach Kontaktaufnahme und Austausch mit der zuständigen Marktüberwachungsbehörde in Baden-Württemberg, dem Regierungspräsidium Tübingen, wurde die Überlassung der Importware ausgesetzt, wie das Hauptzollamt Heilbronn am Mittwoch mitteilte.

Der Einführer kann die Masken mit minderwertiger Schutzfunktion nun nur noch als Alltags- bzw. Behelfsmasken vertreiben. Die vom Lieferanten unzulässigerweise angebrachte CE-Kennzeichnung muss der Einführer dazu jedoch entfernen, da die Masken auch die Voraussetzungen der Medizinproduktrichtlinie der EU für sogenannte Mund-Nasen-Schutzmasken nicht erfüllen, heißt es in der Pressemitteilung.