Zoll kontrolliert Wach- und Sicherheitsgewerbe

Heilbronn 

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Abstands- und Zugangskontrollen in und vor Supermärkten, die Sicherung von Geld- und Werttransporten, der Schutz von Veranstaltungen und Gebäuden, Kontrollen auf Flughäfen und Bahnhöfen - all diese Aufgaben werden von Beschäftigten im Wach- und Sicherheitsgewerbe wahrgenommen. Der Heilbronner Zoll kontrollierte am vergangenen Freitag im Rahmen einer bundesweiten Schwerpunktprüfung einen Teil der im Wach- und Sicherheitsgewerbe tätigen Personen und Arbeitgeber.

Vom Hauptzollamt waren 35 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit im Hohenlohekreis, Main-Tauber-Kreis, Landkreis Schwäbisch Hall sowie im Raum Heilbronn und Ludwigsburg unterwegs und prüften die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in diesem Segment des Arbeitsmarkts. 

Die Zöllnerinnen und Zöllner aus Heilbronn und vom Standort Tauberbischofsheim richteten den Fokus insbesondere auf die ordnungsgemäße Zahlung des vorgeschriebenen Mindestlohns, die Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten, den unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen sowie die illegale Beschäftigung von Ausländern. Der gesetzliche Mindestlohn, der seit 1. Juli 2021 gilt, beträgt 9,60 Euro. Insgesamt wurden bei den Maßnahmen 95 Personen in über 20 Objekten zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt und die betroffenen Security-Betriebe überprüft, wie das Hauptzollamt Heilbronn am Dienstag mitteilte.

Nach bisherigen Erkenntnissen ergaben sich folgende Auffälligkeiten: Anhaltspunkte auf unrechtmäßige Arbeitnehmerüberlassung in zwei Prüffällen, Anzeichen für Beitragsvorenthaltung in zwei Sachverhalten, Anhaltspunkte auf Mindestlohnverstöße in einem Fall, Anhaltspunkte auf Leistungsmissbrauch in einem Prüffall und mögliche Verstöße gegen Meldepflichten in zwei Fällen. Die weiteren Prüfungen dauern noch an.