21-Jähriger stirbt nach Stromschlag im Heilbronner Güterbahnhof

Heilbronn  Ein 21-Jähriger ist in der Nacht auf Sonntag im Heilbronner Güterbahnhof ums Leben gekommen. Der junge Mann war auf einen Waggon geklettert und erlitt einen Stromschlag.

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Warnschilder weisen am Heilbronner Güterbahnhof auf die Gefahr eines Stromschlags hin. Foto: Adrian Hoffmann

Der 21-Jährige befand sich gegen 1 Uhr mit einem Freund auf dem Gelände des Güterbahnhofs in Heilbronn-Böckingen. Über eine Trittleiter gelangte der junge Mann auf das Dach eines abgestellten Güterwaggons. Dort erlitt der 21-Jährige aufgrund der darüber befindlichen Oberleitung einen Stromschlag. Er wurde vom Dach des Waggons geschleudert und erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen, wie die Polizei Heilbronn am Sonntagmittag mitteilte.

An einigen Stellen am Güterbahnhof machen Schilder auf die Problematik und das Verbot, auf Züge und Waggons zu steigen, aufmerksam. Das Besteigen der Waggons im Güterbahnhof ist grundsätzlich lebensgefährlich - denn sie befinden sich unter Oberleitungen, die unter einer Spannung von 15.000 Volt stehen. Geraten Menschen zwischen Waggon und Oberleitung, kann ein mehrere Tausend Grad heißer Lichtbogen entstehen.

Bereits in der Vergangenheit war es auf dem Gelände des Güterbahnhofs zu ähnlichen Unglücken gekommen. Im April 2012 war ein Jugendlicher durch einen Stromschlag lebensgefährlich verletzt worden. Zwei Monate zuvor hatten sich fünf junge Mädchen in eine lebensbedrohliche Situation gebracht. Die Jugendlichen saßen auf der oberen Plattform eines Autoverladewaggons. Der Vorfall endete glimpflich. Im Juni 2009 erlitt ein Jugendlicher schwerste Verletzungen durch einen Stromschlag. Auch er war mit seinen Freunden auf einen Waggon geklettert.

 

 

 


Adrian Hoffmann

Adrian Hoffmann

Reporter

Adrian Hoffmann ist Redakteur im Reporterteam der Heilbronner Stimme. Diese Einheit berichtet über das tagesaktuelle Geschehen in der Region und kümmert sich um investigative Recherchen.