Sprengkörper bei Bauarbeiten in Weinsberg entdeckt

Weinsberg  Nach dem Fund einer Sprenggranate bei Bauarbeiten in Weinsberg wurde am Dienstagmittag eine Firma evakuiert.

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Bei Grabungsarbeiten in der Weinsberger Lindichstraße haben Bauarbeiter am Dienstagmittag eine Sprenggranate entdeckt. Die Feuerwehr Weinsberg sperrte das Gelände daraufhin großräumig ab. Etwa 90 Mitarbeiter einer Firma mussten das Gebäude verlassen. Sie warteten im Außenbereich, bis zwei Mann des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KMBD) Baden-Württemberg eintrafen.

Munition in Loch entsorgt

Nach Angaben von Sven Rasehorn vom KMBD handelt es sich um eine 3,7 Zentimeter große Sprenggranate einer Flugabwehrkanone (Flak). „Sie ist voll, aber gesichert.“ Der KMBD habe bereits vor einigen Wochen unweit des Fundortes in einer Baugrube 2500 Stück von den Sprenggranaten entdeckt. „Die haben vor 75 Jahren ein großes Loch gegraben und die Munition reingeworfen.“ Auf solche Geschosse stoße man immer mal wieder.

Möglicherweise ist die einzelne Sprenggranate bei Aushubarbeiten an die Stelle verschleppt worden. Rasehorns Kollege hat das Geschoss in eine Kiste gepackt. „Einfach wegwerfen geht nicht“, sagt Rasehorn.

Umkreis der Fundstelle abgesperrt

Die Feuerwehr Weinsberg war mit sechs Fahrzeugen und 25 Mann an der Fundstelle, teilte Kommandant Andreas Riekher mit. Sie habe einen Sperrkreis von 50 Metern aufgebaut. Außerdem waren Rotes Kreuz mit fünf Einsatzkräften und Polizei mit vier Streifen vor Ort. „Es bestand keine Gefahr“, sagte Weinsbergs Bürgermeister Stefan Thoma, der ebenfalls an der Fundstelle war.

Die Granate wird nach Auskunft von Rasehorn zunächst in einen Bunker gebracht, irgendwann zerstört und danach verbrannt.


Jürgen Kümmerle

Jürgen Kümmerle

Reporter

Jürgen Kümmerle ist Redakteur im Reporterteam der Heilbronner Stimme. Diese Einheit berichtet über das tagesaktuelle Geschehen in der Region und kümmert sich um investigative Recherchen.