Heilbronn
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Sozialversicherungsbetrug und Schwarzarbeit: Bäckermeister verurteilt

Ein 46-jähriger Bäckermeister aus dem Raum Heilbronn hat über einen Zeitraum von vier Jahren elf Arbeitnehmer schwarz beschäftigt und einen Schaden von knapp 115.000 Euro angerichtet.

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Ein 46-jähriger Bäckermeister aus dem Heilbronner Umland hat über einen Zeitraum von vier Jahren elf Arbeitnehmer schwarz beschäftigt und einen Schaden von knapp 115.000 Euro angerichtet, wie das Hauptzollamt Heilbronn am Freitag mitteilte.

 

Demnach waren die Arbeitnehmer nicht richtig sozialversicherungsrechtlich angemeldet. Bei den Sozialkassen verursachte der Bäckermeister dadurch einen Schaden von knapp 72.500 Euro. Den als Aushilfen auf 450-Euro-Basis angestellten Arbeitnehmern zahlte er zusätzlich Schwarzlohn, weil sie tatsächlich mehr Arbeitsstunden leisteten. Auf diese Weise hinterzog der Mann weitere etwa 42.000 Euro an Umsatz- und Lohnsteuer. 

Die Ermittlungen des Hauptzollamts Heilbronn überführten auch die Ehefrau des Bäckermeisters der Beihilfe zum Sozialversicherungsbetrug. Die Ehefrau hatte die Löhne an die Arbeitnehmer ausgezahlt.

Schaden beglichen

Mit seinen Taten konfrontiert, zeigte sich der Bäckermeister in vollem Umfang geständig und war um Schadenswiedergutmachung bemüht. Er zahlte den Gesamtschaden von knapp 115.000 Euro zurück. Das Amtsgericht Heilbronn berücksichtigte dies bei der Strafbemessung und verurteilte den Mann bereits Mitte November zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen á 50 Euro. Er gilt dennoch als vorbestraft. Wegen ihrer Beihilfe erhielt die Ehefrau eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen á 50 Euro. 

Auch gegen die elf Arbeitnehmer wurde wegen der Beihilfe zum Sozialversicherungsbetrug ermittelt, weil sie die zusätzlichen Lohnzahlungen als wissentlichen Schwarzlohn entgegennahmen. Die Verfahren gegen die Arbeitnehmer wurden unter Auflage einer Zahlung eines Geldbetrags eingestellt. red

 

 

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