Heilbronn
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Schiffe fahren nach Schleusen-Unfall wieder

Wegen eines Unfalls an der Schleuse in Horkheim am Donnerstagnachmittag war der Neckar fast einen Tag für die Schifffahrt gesperrt. Neun Schiffe lagen unfreiwillig vor Anker. Seit Freitag, 12.30 Uhr, ist die Schifffahrt wieder freigegeben.

Von Steffen Heizereder
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Das Archivbild zeigt die Horkheimer Schleuse aus der Vogelperspektive. Foto: Archiv/Kuhnle

Neun Schiffe lagen unfreiwillig vor Ankervier in Lauffen, eines in Heilbronn und vier im Unterwasser der Schleuse Horkheim. Nach Angaben von Jörg Huber, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Heidelberg, haben fünf weitere Schiffe die Eingangsschleuse Freudenheim, die erste Neckarschleuse nach dem Rheineingang, am Donnerstag passiert. Auch diese Schiffe hatten ihre Fahrt vorübergehend eingeschränkt.

Mit Hochdruck suchte das WSA Stuttgart, in deren Zuständigkeitsbereich die Schleuse in Horkheim fällt, nach der Ursache für den Unfall, bei dem ein Frachtschiff gegen das Schleusentor gedrückt wurde. Wie sich herausstellte, war eine elektrischen Störung für den Unfall verantwortlich. Nach Angaben von Barbara Grüter, der stellvertretenden Leiterin des WSA Stuttgart, öffnete sich das Tor daher zu schnell und weit, so dass zu viel Wasser in die Schleusenkammer einströmte. An dem Schiff entstand ein Schaden von 20 000 Euro.

„Diese Sperrung tut der Schifffahrt weh“, sagt Huber. Die Tageskosten für ein Schiff liegen bei etwa 1 500 Euro. Derzeit ist nur eine der beiden Schleusenkammern der Horkheimer Anlage in Betrieb, die andere muss infolge des Unfalls noch repariert werden. Zu Behinderungen im Schiffsverkehr komme es jedoch nicht, sagt Grüter.          

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