Polizei warnt vor Schockanrufen

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Im Stadt- und Landkreis Heilbronn versuchten Betrüger in den vergangenen Tagen Bürger durch Schockanrufe um ihr Geld zu bringen.

In den aktuellen Fällen gaben sich Anrufer am Telefon vermehrt als Krankenhausmitarbeiter aus und berichteten ihren Opfern von einer angeblichen Corona-Erkrankung eines Familienmitglieds. Um diese zu behandeln würde ein teures Medikament gebraucht, für das die Angerufenen aufkommen sollten.

Eine Talheimerin wurde von den Betrügern am Telefon so sehr unter Druck gesetzt, dass sie einem Abholer am Montagnachmittag Wertgegenstände und Bargeld übergab, wie die Polizei am Dienstag berichtete.

Der Mann, der das Geld gegen 16.45 Uhr in der Landturmstraße abholte, wird als etwa 40 bis 50 Jahre alt beschrieben. Er hatte eine normale Statur und war etwa 1,70 Meter groß. Zeugen, die am Montagnachmittag rund um die Landturmstraße verdächtige Beobachtungen machen konnten, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07062 915550 beim Polizeiposten Ilsfeld zu melden.

Aufgrund dieses Vorfalls und der zahlreichen weiteren telefonischen Betrugsversuche, die glücklicherweise im Versuchsstadium steckenblieben, warnt die Polizei erneut:

  • In Deutschland fordert keine Klinik für lebenswichtige Medikamente oder Operationen vorab Geld.

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie den Hörer auf. So werden Sie Betrüger los.

  • Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach schnellen Entscheidungen, Kontaktaufnahme mit Fremden sowie der Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen.

  • Wählen Sie die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern landen.

  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

  • Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie vertrauen.

Weitere Informationen und Präventionstipps unter www.polizei-beratung.de