Polizei stellt bei Kontrollen zahlreiche Verstöße im Güterverkehr fest

Bei Kontrollen im gewerblichen Güter- und Personenverkehr auf Autobahnen und Straßen in der Region Heilbronn hat die Polizei binnen einer Woche zahlreiche Verstöße festgestellt.

Von unserer Redaktion
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Der Verkehrsdienst Weinsberg führte zwischen 8. und 14. Februar schwerpunktmäßige Kontrollen im gewerblichen Güter- und Personenverkehr durch. An sieben Tagen wurden auf den Bundesautobahnen 6 und 81 und Bundes- und Landstraße insgesamt 227 Fahrzeuge kontrolliert. Hierbei wurden 219 Verstöße wegen technischer Mängel, Lenk- und Ruhzeiten, Benutzungsvorschriften des digitalen Fahrtenschreibers, gegen güterkraftverkehrsrechtliche Vorschriften, sowie gefahrgutrechtliche Regelungen festgestellt, wie das Polizeipräsidium am Freitag mitteilte.

Viele Verstöße wegen Mängel bei der Ladungssicherung

Insgesamt 38 Fahrzeugen wurden wegen gravierender unterschiedlichster Mängel die Weiterfahrt untersagt. Auffallend war die Beanstandungsquote im Bereich der Ladungssicherung: Mindestens 24 Verstöße wurden hier festgestellt, die oftmals zu einer Untersagung der Weiterfahrt führten.

Im Bereich der Lenk- und Ruhezeiten und Bedienungsvorschriften für den digitalen Fahrtenschreiber bilanzierte die Polizei 177 Verstöße. Vier von fünf kontrollierten Gefahrguttransporten mussten wegen verschiedenster gefahrgutrechtlicher Verstöße ebenfalls die Weiterfahrt untersagt werden.

Bei einer Vielzahl an Kleintransportern wurden mehrfach Überladungen festgestellt. Im Bereich des Verhaltensrechts wurde insbesondere auf den Bundesautobahnen 6 und 81 eine große Anzahl von Verstößen gegen das Lkw-Überholverbot, den Sicherheitsabstand, die Handynutzung am Steuer und das Lkw-Fahrstreifenbenutzungsverbot (Fahrzeugüberbreite im Baustellenbereich) festgestellt und beanstandet.

Fahrer eines Kleintransporters saß mit 1,9 Promille hinterm Steuer

Negativer Höhepunkt in der Kontrollwoche war ein stark betrunkener Fahrer eines Renault-Kleintransporters, der mit knapp 1,9 Promille auffiel und nach der Entnahme einer Blutprobe in einer polizeilichen Gewahrsamszelle ausgenüchtert werden musste.

"Das Ergebnis der Kontrollwoche zeigt, welche ernsten Probleme im gewerblichen Güter- und Personenverkehr nach wie vor bestehen und welches Gefahrenpotenzial auf unseren Straßen vorherrscht. Wie die Kontrollen eindrücklich beweisen, werden wir gerade auch in diesem Bereich noch mehr Anstrengungen unternehmen und unsere Verkehrsüberwachungsmaßnahmen weiter forcieren müssen", so der Leiter der Schutzpolizeidirektion, Leitender Polizeidirektor Thomas Lüdecke.