Heilbronn
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Nach Schockanruf in Heilbronn: Polizei sucht Zeugen

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Unbekannte täuschten einer 88-jährigen Frau am Mittwoch (18. Januar) eine Notlage ihrer Tochter vor und brachten die Frau so dazu, ihnen Bargeld im niedrigen fünfstelligen Eurobereich zu übergeben.

Wie die Polizei mitteilte, klingelte das Telefon der Frau zwischen 13 Uhr und 14 Uhr in Heilbronn. Es meldete sich eine weibliche Person, die behauptete, dass ihre Enkeltochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Bei diesem Unfall sei eine Person getötet worden und eine Gefängnisstrafe könnte nur durch die Zahlung einer Kaution abgewendet werden. Die Angerufene übergab daraufhin auf Anweisung der Betrügerin gegen 15 Uhr das Geld in der Stresemannstraße an eine jungen Frau.

Die Kriminalpolizei Heilbronn hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die die Übergabe in der Stresemannstraße in Heilbronn beobachten konnten, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07131 104 4444 zu melden.

Die Polizei gibt Tipps

Um sich vor solchen Betrugsmaschen zu schützen, raten das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und das Polizeipräsidium Heilbronn:

  • Die Polizei ruft Sie niemals unter dem Polizeinotruf 110 an.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie den Hörer auf, so werden Sie Betrüger los.
  • Werden Sie misstrauisch bei Forderungen
    • nach schnellen Entscheidungen,
    • Kontaktaufnahme mit Fremden sowie
    • der Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen.
  • Wählen Sie die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern landen.
  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie vertrauen.
  • Kontaktieren sie Ihre Familie oder Personen unter den Ihnen bekannten Rufnummern.


Weitere Informationen und Präventionstipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de

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