Heilbronn
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Kripo nimmt Telefonbetrüger an vereinbartem Übergabeort in Heilbronn fest

Ein 28-Jähriger wurde am Mittwochnachmittag (3. August) nach einem sogenannten "Schockanruf" in Heilbronn von der Kriminalpolizei festgenommen. Ein Rentner war nicht auf die Masche hereingefallen und hatte die "echte" Polizei verständigt.

von unserer Redaktion
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Weil er die Betrugsabsicht erkannt hatte, war ein 88-Jähriger nicht auf die Masche hereingefallen. Als der Mann auf seinem Festnetz einen Anruf seiner vermeintlichen Tochter erhielt, die einen tödlichen Unfall verursacht haben sollte, verständigte der Mann mit seinem Mobiltelefon die Polizei, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Heilbronn am Freitag gemeinsam mitteilten.

 

Während die Betrüger in typischer Manier fortfuhren, indem ein angeblicher Polizist das Gespräch übernahm und dem 88-Jährigen erklärte, dass für die Tochter eine Kaution von 70.000 Euro benötigt würde, um sie auf freien Fuß zu entlassen, war die Kriminalpolizei bereits unterwegs.

Anstatt der Geldübergabe klickten die Handschellen 

Nachdem der 88-Jährige den Anweisungen des vermeintlichen Polizeibeamten gefolgt war, erschien der Tatverdächtige gegen 16 Uhr am vereinbarten Übergabeort im Heilbronner Zentrum. Anstelle des 88-Jährigen warteten Polizisten in Zivil auf den Mann und nahmen ihn vorläufig fest, heißt es im Polizeibericht.

Dem Tatverdächtigen wird vorgeworfen, Mitglied einer Bande zu sein, die insbesondere ältere Menschen mittels Telefonanrufen systematisch betrügen. Der 28-Jährige wurde am Donnerstag in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen dauern an.

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