Polizei zieht nach Heilbronner Weindorf Bilanz

Von unserer Redaktion
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Heilbronn 

Nach dem Ende des Heilbronner Weindorfs blickt die Polizei auf ein vergleichsweise ruhiges Fest zurück. Nach elf Körperverletzungen im Jahr 2018 wurden dieses Jahr demnach nur vier angezeigt. Der Rückgang ist wahrscheinlich das Ergebnis von zahlreichen Platzverweisen, die recht schnell ausgesprochen wurden, teilt die Polizei am Montagnachmittag mit.

Während im vergangenen Jahr drei Personen nach Hause geschickt wurden, erhielten dieses Mal 15 in der Regel Angetrunkene Platzverweise. Es wurden je eine Sachbeschädigung und drei Diebstähle, davon zwei Taschendiebstähle angezeigt, heißt es in der Polizei-Mitteilung weiter.

Schlägerei ohne Bezug zum Weindorf

Aufgrund ihres Zustandes mussten demnach sechs Weinliebhaber in einer Zelle schlafen. 2018 waren es neun. Erfreulich ist laut der Mitteilung, dass es auf diesem Weindorf keinen Widerstand und keine Beleidigungen gegen Vollstreckungsbeamte gab. Eine Schlägerei am Rande des Weindorfes ereignete sich mit rund 20 Beteiligten, die Auseinandersetzung hatte allerdings nichts mit dem Fest zu tun. Hier ging es um Probleme unter verschiedenen Kulturen, schreibt die Polizei.

Bewährt hat sich offensichtlich die "Räumung" der Straße im Weindorf, wenn der Feierabend eingeläutet wurde. Polizeibeamte und Sicherheitspersonal sprachen die Besucher stets darauf an, dass die Stände geschlossen werden und baten darum, den Bereich ordentlich und störungsfrei zu verlassen.

Angespannte Parksituation in der Gerberstraße

Ein Problemfeld war die Parksituation in der Innenstadt, insbesondere in der Gerberstraße. Das Ordnungsamt und die Polizei reagierten dort laut Mitteilung konsequent. Verstöße wurden strikt geahndet, Fahrzeuge teils abgeschleppt. Leider kam es am letzten Wochenende zu einem Vorfall, bei der ein Mitarbeiter eines Abschleppunternehmens angefahren und verletzt wurde.

Ein besonderer Fall ereignete sich am Sonntag, 15. September. Ein 13-jähriger Junge aus Vietnam fiel der Polizei vor dem Rathaus auf. Bei einer Kontrolle stellte sich heraus, dass der junge Mann illegal mit unbekannten Begleitpersonen nach Deutschland eingereist war. Ein anderer junger Mann leuchtete mit einem starken Laserpointer auf die Kilianskirche und andere Gebäude. Der 15-Jährige musste das Gerät der Polizei abgeben, seine Eltern durften es wieder abholen.

Für das Polizeirevier Heilbronn verlief dieses Weindorf insgesamt friedlich und wird von den Ordnungshütern als problemlose Veranstaltung gewertet.