Polizei-Großeinsatz: Unbekannte stören AfD-Stammtisch mit Konfetti

Von unserer Redaktion

Heilbronn Am Dienstagabend ist es rund um den Wartberg in Heilbronn zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. 15 bis 20 vermummte Personen sollen ein Treffen der AfD gestört haben.

Die Polizei hat am Dienstagabend den Wartberg abgeriegelt. Foto: Kinkopf

Vermummte haben mit einer Konfetti-Kanone eine Attacke auf eine Veranstaltung der Alternative für Deutschland im Wartberg-Restaurant in Heilbronn verübt. Wie die Polizei mitteilte, wurden dabei mehrere Menschen verletzt.

Demnach hatten etwa 15 bis 20 Unbekannte damit am Dienstag durch die geöffneten Fenster des Lokals, in dem das Treffen stattfand, geschossen. Rotes Konfetti verbreitete sich daraufhin in der Gaststätte.

40 Teilnehmer einer AfD-Runde wurden gestört

Den Angaben zufolge handelte es sich um die „Alternativen Stadtgespräche“, bei denen sich Interessierte und Parteimitglieder in regelmäßigen Abständen austauschen. Einige der 40 Teilnehmer verfolgten laut Polizei die Vermummten nach der Attacke - dabei fiel ein Teilnehmer der Veranstaltung hin und verletzte sich leicht.

Andere klagten demnach über ein Knalltrauma. Genaue Zahlen konnte die Polizei bisher nicht nennen. Zwei Teilnehmer der Veranstaltung kamen aber laut Polizei in eine Klinik.

„Das Konfetti kann man ja noch als "witzigen" oder "kreativen" Protest ansehen, die Verletzten im Krankenhaus allerdings nicht“, kritisierte der AfD-Kreisverband Heilbronn auf Facebook. Im Hang unter dem Wartberg-Restaurant war außerdem für kurze Zeit ein Schriftzug gegen die AfD zu sehen. 

Hubschrauber im Einsatz

Die Polizei riegelte die Zufahrt zum Wartberg auf Höhe des Weinsberger Sattels ab. Autofahrer, die vom Wartberg kamen, wurden an der Einmündung zur B39 kontrolliert.  Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. 

Das Großaufgebot erklärt die Polizei mit der Tatsache, dass "zunächst nicht bekannt war, was sich am Ereignisort zugetragen hat". Zunächst sei ein "Anschlag mit Schusswaffe auf eine Parteiveranstaltung" gemeldet worden, schreibt die Polizei.

Jetzt ermittelt der Staatsschutz

Gefasst wurde zunächst niemand. Die Ermittler schließen einem Sprecher zufolge nicht aus, dass es sich bei den Unbekannten um Täter aus dem linksextremen Spektrum handelt. Die Konfetti-Kanone und Transparente der Angreifer wurden sichergestellt.

Der Staatsschutz ermittelt. Es wird vermutet, dass es sich bei den Tätern um eine linke Gruppierung handelt.