Leichenfund: Polizei vermutet Suizid eines Ehepaars

Von unserer Redaktion

Pfaffenhofen 

Im Fall der beiden Toten in einem ausgebrannten Wohnmobil bei Pfaffenhofen gehen die Ermittler der Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Ereignisse am Sonntagabend einen tragischen, familiären Hintergrund haben. Das teilen die beiden Behörden mit.

 

Zwei Leichen in ausgebranntem Campingwagen bei Pfaffenhofen
Der ausgebrannte Camper mit zwei Leichen wurde auf einer Anhöhe über Pfaffenhofen gefunden. Die Feuerwehr hat das Gelände am Sonntagabend weiträumig abgesperrt. Foto: Alexander Klug

Die Pfaffenhofener Feuerwehr war gegen 19 Uhr mitten im Unwetter zu dem brennenden Fahrzeug gerufen worden und entdeckte nach Abschluss der Löscharbeiten die beiden Leichen. Es war von Hinweisen auf eine Explosion die Rede.

Abschiedsbrief gefunden

Unklar war bislang nach Angaben der Beamten, wie das Wohnmobil in Brand geraten war. Experten der Heilbronner Kriminalpolizei und des Landeskriminalamts untersuchten das Fahrzeugwrack.

Am 1. Oktober machte die Polizei nähere Angaben zur Brandursache: Im Wohnmobil fanden die Ermittler eine Propangasflasche, deren Ventil teilweise geöffnet gewesen sei. Nach Angaben der Polizei habe sich das ausströmende Gas entzündet.

Das Fahrzeugkennzeichen sowie weiterführende Ermittlungen an der Adresse des Fahrzeughalters erhärteten den Verdacht, dass es sich bei dem Vorfall um den gemeinschaftlichen Suizid eines Ehepaars aus Heilbronn handelt. "Ein entsprechender Abschiedsbrief wurde aufgefunden", schreiben Polizei und Staatsanwaltschaft.

Auch die zweifelsfreie Identifizierung der beiden Toten bestätigte die Polizei in einer Meldung am 1. Oktober: Es handele sich um ein Ehepaar aus Heilbronn. Die Ermittler gehen weiterhin von einem gemeinschaftlichen Suizid aus, weil keine Hinweise auf Fremdverschulden gefunden wurden. 

 

Info

Sollten Sie Probleme haben, depressiv sein oder über Suizid nachdenken, können Sie sich unter anderem an den Arbeitskreis Leben in Heilbronn wenden. Sie erreichen ihn unter 07131/164251 und akl-heilbronn@ak-leben.de. Dort erhalten Sie Hilfe. Auch die Telefonseelsorge unter 0800/1110111 und 0800/1110222 steht Ihnen zur Seite.

Wenn Sie um eine Person fürchten, hat der Arbeitskreis Leben Signale der Gefährdung zusammengefasst. Sie finden sie unter diesem Link: www.stimme.de/3636880.