Lange Staus nach A6-Sperrung

Weinsberg/Bretzfeld  Auf der A6 Nürnberg - Heilbronn hat sich am Mittwochmittag ein schwerer Unfall ereignet. Kurz vor dem Kreuz Weinsberg sind vier Lastwagen zusammengestoßen. Dabei wurde ein Fahrer eingeklemmt und schwer verletzt.

Von unserer Redaktion
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Vier Lkw waren am Mittwochmittag an einem schweren Unfall auf der A6 zwischen der Anschlussstelle Bretzfeld und dem Weinsberger Kreuz beteiligt. Zwei Fahrer wurden verletzt - einer von ihnen schwer. Während der Bergungsarbeiten blieb die Autobahn in Fahrtrichtung Mannheim stundenlang gesperrt. 

Kurz nach 11 Uhr kam es zwei Kilometer vor dem Kreuz Weinsberg zu einer Stockung des Verkehrs. Der Fahrer eines mit Zuckerrüben beladenen Sattelzugs bemerkte dies zu spät. Seine Zugmaschine prallte mit so großer Wucht gegen den Anhänger eines vor ihm fahrenden Lkw-Zuges, dass dessen Anhänger auf der Zugmaschine zum Liegen kam.

Der Mann wurde bei dem Zusammenstoß eingeklemmt und musste von der Freiwilligen Feuerwehr Öhringen aus der völlig zerstörten Fahrerkabine befreit werden. Zur Unterstützung rückte auch die Heilbronner Berufsfeuerwehr mit einem großen Kranwagen an.

 

 

 

Der Schwerverletzte wurde von einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Der andere Fahrer wurde leicht verletzt. Dessen Zugfahrzeug wurde nach dem Aufprall nach vorne geschoben, wo er gegen das Heck eines weiteren Lastzugs prallte, der dadurch gegen einen davor fahrenden Sattelauflieger stieß.

„Ich hatte wegen des Staus das Warnblinklicht eingeschaltet. Plötzlich hörte ich einen lauten Schlag. Ich bin froh, dass ich heil aus meinem Laster rausgekommen bin“, sagte der am Unfall beteiligte Corrado Penitente (49). 

 

 

Die Polizei geht von einem Schaden in Höhe von weit über 100.000 Euro aus. Zur Unfallaufnahme und zur Bergung der beteiligen Lastwagen mussten alle Spuren in Richtung Mannheim stundenlang gesperrt werden. Vor der Unfallstelle hatte sich ein 15 Kilometer langer Stau bis nach Kupferzell gebildet. Auch die Umleitungsstrecken waren völlig überlastet. Ortskundige Autofahrer wurden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. 

Wegen Gaffern kam es auch in der Gegenrichtung zu einem vier Kilometer langen Stau. Es wurden zahlreiche Autofahrer beobachtet, die langsamer fuhren, um mit dem Handy Fotos machen zu können. Erst als ein Polizist auf den Mittelstreifen stand und die Gaffer fotografierte, wurde zügiger durchgefahren und der Stau wurde umgehend kürzer.

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