Falsche Polizisten aus Heilbronn festgenommen

Heilbronn/Stuttgart  Ermittlungserfolg: Die Stuttgarter Kriminalpolizei ist drei Männern aus dem Raum Heilbronn auf die Schliche gekommen, die in dieser Woche bei vielen Menschen in der Region und Stuttgart anriefen und sich als falsche Polizisten ausgaben. Es wurde Haftbefehl gegen sie erlassen.

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Ermittlungserfolg: Die Stuttgarter Kriminalpolizei ist drei Männern aus dem Raum Heilbronn auf die Schliche gekommen, die in dieser Woche bei vielen Menschen in der Region und Stuttgart anriefen und sich als falsche Polizisten ausgaben. Es wurde Haftbefehl gegen sie erlassen.

Der entscheidende Hinweis ging von einem 77-jährigen Senior in Bad Cannstatt aus, der zusammen mit der echten Polizei die falsche Polizei in eine Falle lockte. Der Senior bestellte die Anrufer zu seiner Wohnadresse in der Hofener Straße – er hatte ihnen vorher angekündigt, gefordertes Geld bereitzuhalten. Auch war er nach den Seriennummern seiner Geldscheine befragt worden. 

Wie die Stuttgarter Polizei mitteilte, riefen die Männer aus Heilbronn und Güglingen bereits am Mittwoch um 10.30 Uhr bei ihrem vermeintlichen Opfer in Bad Cannstatt an. Um 14.55 Uhr klingelte einer von ihnen - ein 30-Jähriger - dann an der Haustüre in der Hofener Straße. Die Kriminalbeamten griffen zu. Anschließend nahmen sie einen 28-jährigen Komplizen fest, der sich unweit von der Wohnung aufhielt.

Die Ermittlungen führten noch am Mittwoch zur vorläufigen Festnahme eines weiteren 39-Jährigen aus Heilbronn. Die Wohnungen der drei Männer wurden auf richterliche Anordnung hin durchsucht. Nach Stimme-Informationen sind alle drei Männer polizeibekannt, zwei von ihnen wegen Betrugs. aho

 

Tipps der Polizei

Um sich vor falschen Amtsträgern und falschen Polizeibeamten zu schützen, gibt das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA) folgende Tipps:

  • Die Polizei fragt Sie nicht am Telefon nach Wertgegenständen, ohne dass Sie zuvor eine Anzeige erstattet haben. Geben Sie daher am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. Bewahren Sie Ruhe und gehen Sie nicht auf derartige Forderungen ein.

  • Die Polizei ruft Sie nicht unter der Notruf-Nummer 110 an.

  • Rufen Sie die 110 (ohne Vorwahl) oder Ihre örtliche Polizeidienststelle an. Nutzen sie hierzu nicht die Rückruffunktion, da Sie ansonsten wieder bei den Tätern landen.

  • Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Personen, denen Sie vertrauen. - Notieren Sie sich (wenn vorhanden) die auf Ihrem Telefon angezeigte Nummer des Anrufers.

  • Prägen Sie sich möglichst Stimme und sprachliche Besonderheiten des Anrufers ein. - Erstatten Sie Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle, falls Sie Opfer eines solchen Betruges geworden sind.

  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.

 

Weitere Informationen und Präventionstipps unter www.polizei-beratung.de