Fahrlässigkeit als Brandursache in Asylunterkunft

Von unserer Redaktion

Haßmersheim  Fahrlässigkeit hat zu einem Brand in einer Asylunterkunft in Haßmersheim geführt. Zu diesem Ergebnis kommen zehn Tage nach dem Feuer auch die Kriminaltechniker. 

Wie berichtet, war es am vorletzten Sonntag zu einem Brand von mehreren Wohncontainern im hinteren Teil der Flüchtlingsunterkunft im Haßmersheimer Tannenweg gekommen. Am darauffolgenden Tag stellte sich der 32-jährige Bewohner eines Wohncontainers der Polizei und machte Angaben zur Brandursache.

Unbeaufsichtigtes Teelicht setzte Gegenstände in Brand

Die Angaben des Beschuldigten und der Zeugen belegen eine Brandausbruchstelle im Zimmer Nummer 18 der bergseitigen Containerzeile (Modul 1). Dort wurde ein Teelicht auf dem Boden entzündet und unbeaufsichtigt zurückgelassen. Anschließend gerieten im Zimmer befindliche Gegenstände in Brand. 

Löschversuche durch mehrere Bewohner konnten ein Ausbreiten der Flammen auf Einrichtungsgegenstände nicht verhindern. In der Folge breitete sich der Brand aus und weitere Anwohner verließen das Modul 1 durch den Flur und Fenster. Schließlich schlugen Flammen aus den geöffneten Fenstern nach außen.

 

 

Am 12. Juli wurde der Brandort durch Angehörige der Kriminaltechnik sowie Brandsachverständige untersucht. Im Ergebnis stehen die vorläufigen Erkenntnisse der Kriminaltechnik mit den Angaben des Beschuldigten sowie der Zeugen in Einklang, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei vom Mittwoch.

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich weder Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Tatbegehung, noch für mehrere Brandherde.